Coin Locker Babys

„Hashi und Kiku wurden nach ihrer Geburt in Münzschließfächern zurückgelassen. Die beiden Jungs verbringen ihre Jugend zunächst im Waisenhaus und später bei Pflegeeltern auf einer verlassenen Insel, bevor sie schließlich in die Stadt ziehen, um die Frauen, die sie wegegeben hatten, zu finden und zu vernichten. Gemeinsam oder getrennt ist ihre Reise vom Münzschließfach zu einem atemberaubenden, wilden Höhepunkt eine Achterbahnfahrt durch die unheimliche Landschaft eines Japan im späten zwanzigsten Jahrhundert. Nachdem sie ihre Zieheltern verlassen hatten zieht es beide ins Giftghetto, eine von Freaks und Strichern belebte Gegend. Während sich Hashi zu einem bisexuellen Rocksänger entwickelt, Star in dieser exotischen Halbwelt, sucht Kiku, seine Rache in Gesellschaft seiner Freundin, einem Model, die ihre Wohnung in einen tropischen Sumpf für ihr Krokodil umgewandelt hat. Doch die Rachepläne die Kiku verolgt gehen weiter als bloß seine Mutter zu finden.“

Eigentlich eine ganz interessante Beschreibung, oder? Nach dem, was ich bisher von Ryū Murakami gelesen hatte, habe ich mich schon auf Coin Locker Babys gefreut. So nennt man wohl die Kinder, die in den Münzschließfächern ausgesetzt wurden. Hashi und Kiku sind Sonderfälle, weil sie rechtzeitig gefunden wurden, um dieses Schicksal zu überleben. Dennoch stark traumatisiert entwickeln sich die beiden schon sehr früh recht unterschiedlich und werden am Ende zu wirklich abgedrehten Charakteren.

So interessant die Prämisse auch war und so viel Potential auch in der Geschichte steckt, hat sie da angefangen, mich zu verlieren, wo die beiden Brüder getrennte Wege gingen. Es fällt mir schwer, etwas zur Handlung zu erzählen, ohne viel vorweg zu nehmen, doch auch die Wege, die die beiden jungen Männer beschreiten, um … eine Art von Erlösung zu finden, schätze ich, werden recht schnell so absurd, dass es wirklich mühsam wurde, die Geschichte zu Ende zu lesen. Zwischendurch gab es durchaus hin und wieder Passagen, die spannend geschrieben waren und bei denen die Seiten nur so dahinflogen, aber im Großen und Ganzen würde ich Coin Locker Babys wohl niemandem empfehlen, der nicht total auf diesen japanischen Stil abfährt.

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