69

1969 war einiges los in der Welt. Viele Dinge von denen ich – das gebe ich ganz ehrlich zu – keinen blassen Schimmer habe. Und sicher auch so manche Dinge, die man erlebt haben muss, um sie wirklich zu verstehen. Meine Zeit war da jedenfalls noch lange nicht gekommen, immerhin wurde ich erst achtzehn Jahre später geboren.

Kensuke Yazaki, der Erzähler in Ryū Murakamis 69, war in diesem Jahr gerade siebzehn, ein äußerst spannendes Alter für ihn. Revolution, politischer Aktivismus, die Auflehnung gegen das System! All diese Sachen waren zwar Teil seines Lebens, aber eigentlich war er ein normaler Siebzehnjähriger. Mädchen, Musik, Mädchen, Selbstfindung, Mädchen … Solche Dinge bestimmten sein Leben und Ken war genau die richtige Art von Großmaul mit Improvisationstalent, um doch den ein oder anderen Traum wahrwerden zu lassen.

Die nicht sehr lange Geschichte liest sich wie eine Geschichte, die sich die handelnden Personen noch Jahre oder Jahrzehnte später erzählen, wenn die Nacht mal wieder lang wurde. Ich bin sicher, dass ich hier vieles nicht ganz erfasst habe, immerhin kommt hier zur japanischen Kultur auch noch das Leben eines Jugendlichen im Jahr 1969 hinzu. Zwei Dinge, die ich einfach nicht nachfühlen kann. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und ich konnte die Figuren gut verstehen. In gewissem Maße sind Jugendliche eben Jugendliche, egal wann und wo.

Ein Gedanke zu „69

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