Blut – Skeleton Crew

Und noch eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King. Die deutsche Übersetzung erschien wohl ursprünglich in drei einzelnen Bänden (Im Morgengrauen, Der Gesang der Toten und Der Fornit), doch ich habe die Zusammenfassung gelesen. Ich werde, wie schon bei Nachtschicht nicht auf jede einzelne Geschichte eingehen, sondern mir wieder einzelne herauspicken, zu denen ich kurz etwas loswerden möchte.

Der Nebel als erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich bin irgendwie froh, die Verfilmung bisher noch nicht gesehen zu haben. Ein bedrohlich wirkender Nebel, der nach einem Sturm erst über einen See zu ziehen scheint und sich dann über die ganze Gegend und am Ende wohl über das ganze Land ausbreitet? Cool. Unterschiedlichste Schrecken in verschiedensten Formen und Größen, die in diesem Nebel leben und jagen? Auch cool. Dazu dann noch eine verhältnismäßig große Gruppe von Menschen, die an einem Ort, einem Supermarkt, zusammengepfercht zu überleben versucht. Passt ganz gut, auch wenn es nicht sonderlich originell ist.

Der Affe, eine Geschichte über einen Spielzeugaffen (diese grinsenden Viecher mit den Zimbeln), der einen Familienvater in den Wahnsinn zu treiben droht, während er sich an seine Kindheit und seine eigene blutige Geschichte mit eben jenem Affen erinnert, hat mir auch gut gefallen. War auf jeden Fall mal schön, dass es nicht immer eine Porzellan- oder Bauchrednerpuppe sein muss, wenn der Horror aus der Spielzeugkiste kommt.

Omi ging wieder in Richtung des Cthulhu-Mythos, war aber nicht ganz so super. Hier war die Geschichte selbst für mich etwas zu zäh, obwohl ich ja sonst jemand bin, der Kings literarische Elefantiasis, wie er es selbst bezeichnet, gar nicht übel findet.

In Der Fornit und Der Textcomputer der Götter ging es um Autoren und ihr Handwerkszeug, beide Mal mit einer deutlich übernatürlichen Komponente. Die Geschichte um den Textcomputer wirkte etwas gehetzt und hätte wohl Potential für mehr geboten, während Der Fornit auch wieder die ein oder andere Länge hat. Trotzdem war die Geschichte an sich ganz interessant.

Aber es kann ja auch nicht alles Gold sein, was einem in solch einer Sammlung präsentiert wird, oder? Hier seyen Tiger war eine der dämlichsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Der Jaunt und Dünenwelt waren zwar nicht unbedingt schlecht, aber irgendwie fand ich das SciFi-Setting befremdlich.

Insgesamt schwankten die 21 Geschichten qualitativ (zumindest meinem Geschmack nach, das sollte man nicht vergessen) ziemlich stark. Einige waren jedoch dabei, die mir richtig gut gefallen haben. Neben den oben genannten möchte ich noch die Geschichten über den Milchmann, Das Floß und Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte empfehlen. Letztere wird wieder in dem Club erzählt, in dem auch schon Atemtechnik (aus Frühling, Sommer, Herbst und Tod) erzählt wurde.

2 Gedanken zu „Blut – Skeleton Crew

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