Erste Hilfe am Kind

Das stand gestern Abend auf dem Plan. Nicht als Notwendigkeit, sondern als Kurs. Zweieinhalb Stunden vollgestopft mit Informationen, die zum größten Teil bekannt und eigentlich logisch waren. Rückfragen gab es zum Glück wenige, denn auch so haben wir schon ein wenig überzogen. Bei der Hitze in dem nicht klimatisierten Raum war wohl jeder froh, als wir fertig waren. Die vermittelten Inhalte waren alle interessant und ich finde es gut, sich noch mal … sensibilisieren zu lassen für alle möglichen Risiken, besonders solche, die von über die Jahre hinweg kultivierten Gewohnheiten ausgehen.

Nicht so glücklich fand ich dann allerdings Formulierungen wie »Ich hoffe, wir konnten Ihnen ein bisschen die Angst nehmen«, besonders nachdem es gerade um Fieberkrämpfe oder plötzlichen Kindstot ging. Und wenn es doch mal notwendig sein sollte, reanimierende Maßnahmen zu ergreifen, soll man – wie eigentlich immer – Ruhe bewahren, man hat ja genug Zeit. O-kayyyy? Zwei Minuten ohne Sauerstoff ist für das Gehirn schon nicht so prall, aber man hat ja Zeit, wenn es an die Wiederbelebung geht? Natürlich ist mir bewusst, dass die gute Frau damit wohl einfach nur nochmal unterstreichen wollte, wie wichtig es ist, ruhig zu bleiben, und automatisch nach einer anderen Formulierung gesucht hat, damit ihr Vortrag sich besser anhört, aber das?

Naja, die Liebste und ich haben jedenfalls festgestellt, dass nach jeder Informationsveranstaltung und nach jedem Kurs, der uns auf das Leben mit Kind vorbereiten soll, die eigene Unsicherheit eigentlich höher ist, als zuvor. Aber wir werden das Kind schon schaukeln (no pun intended xD), da bin ich mir sicher. Letztendlich wird es wohl eine dieser Erfahrungen sein, auf die man sich nur bis zu einem gewissen Grad vorbereiten kann (und da sind wir wohl recht fleißig), die man aber wirklich erfahren muss, um daran zu wachsen. Und darauf freue ich mich. Ich habe Angst, aber ich freue mich.

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2 Gedanken zu „Erste Hilfe am Kind

  1. Die Kleinen sind uns anvertraut, aber es werden weder Garantiekarte noch Notausschalter (den hätte man gerne im Trotzalter) mitgeliefert. Angst zu haben ist okay, solange es genug Freude gibt. Beruhigend ist, dass meistens alles gut geht. Das sollte man sich vor Augen halten.
    Liebe Grüße und weiterhin viel Vorfreude
    Alice

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