Sputnik Sweetheart

Um mir eine kurze Pause vom King’schen Horror zu gönnen, habe ich mich mal wieder Haruki Murakami gewidmet und Sputnik Sweetheart gelesen.

K, unser Erzähler, ist in seine beste Freundin Sumire verliebt. Die will unbedingt Romanautorin werden und absolut kein Interesse an romantischen oder sexuellen Beziehungen. Bis sie dann eines Tages die ältere Miu trifft und sich Hals über Kopf verliebt. Und dann ist da noch Ks »Freundin«, mit der zwar eine Affäre hat, die er allerdings nicht liebt. Im Buch beschreibt er das ganz gut:

»Die Lage war höchst verzwickt – wie in einem existentialistischen Theaterstück. Es ging weder vor noch zurück, und Alternativen gab es auch nicht.«

Die Geschichte um Sumire und Miu, die aber irgendwie (allein schon durch seine Perspektive) die Geschichte von K und Sumire ist, ist auf jeden Fall eine der Zugänglicheren von Murakami, die ich bisher gelesen habe. Sie fällt recht kurz aus, wartet mit wenigen Figuren auf und bis auf das Finale, das wieder diesen Murakami-typischen (oder ist es typische für japanische Autoren? Kann mir jemand lesenswerte JapanerInnen empfehlen?) Hauch des Fantastischen, ziemlich leicht verständlich.

Gefühlt war es gerade für die letzten beiden Tage ein tolles Buch. Eines, das man viel lieber irgendwo im Schatten an der frischen Luft lesen würde, aber das war leider nicht ganz möglich. Trotzdem hatte ich eine schöne Zeit mit dem Buch und habe mal wieder festgestellt, wie unterschiedlich verschiedene Autoren doch auf mich und meine Stimmung wirken.

2 Gedanken zu „Sputnik Sweetheart

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