Frühling, Sommer, Herbst und Tod

Wieder mal vier Geschichten von Stephen King, drei davon auch durch ihre Verfilmungen bekannt geworden:

In Die Verurteilten erzählt Red, ein Insasse des Shawshank Gefängnisses von einem Mithäftling, Andy Dufresne, der wegen des Mordes an seiner Frau einsitzen muss, obwohl er darauf besteht, unschuldig zu sein. Doch Andy fügt sich gut ein und wird ähnlich wie Red, der Mann der alles besorgen kann (solange es niemanden töten kann), zu einer Institution innerhalb der Gefängnismauern. Die Verfilmung habe ich als Kind zuletzt gesehen und kann mich kaum daran erinnern, aber die Geschichte, besonders die Erzählform, hat mir wirklich gut gefallen.

Bevor Dufresne ins Gefängnis kam, war er Banker und hat als solcher einige Aktienpakete für Herrn Arthur Denker geschnürt, von deren Dividenden der alte Mann lebt, als plötzlich Der Musterschüler Todd Bowden vor seiner Tür steht und ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Hier habe ich die Verfilmung noch nie gesehen, allerdings gelesen, dass sich das Ende stark von der Vorlage unterscheidet. Die Geschichte selbst, über diesen heranwachsenden Jungen, der den alten Mann erpresst und ihm schließlich mehr und mehr ähnlich wird, war wirklich gut und auf ihre eigene Art und Weise ziemlich hart.

Die Leiche dürfte wohl die bekannteste Geschichte aus diesem Buch sein, allein schon wegen der Verfilmung Stand by me. Ich kann mich absolut nicht mehr an den Film erinnern, doch die Geschichte hate mir gut gefallen. Vier Jungs, die sich im Jahre 1960 aufmachen, um die Leiche des vermissten Ray Brower zu sehen, eines Jungen in ihrem Alter. Die Leiche oder was mit dem Burschen passiert ist, steht dabei nicht so im Vordergrund wie der Weg, den die vier auf sich nehmen und die Eindrücke, die der Erzähler dabei sammelt. Oh Mann, Ich will unbedingt noch einmal den Film sehen.

Die Atemtechnik soll eine natürliche, von der Mutter kontrollierte Geburt ohne unnötig viele Medikamente ermöglichen. In dieser Geschichte geht es um eine Schwangere, die ihr Kind um jeden Preis zur Welt bringen will. Oder es geht um einen Klub, der gar kein Klub ist. Vermutlich beides. Als einzige der vier Geschichten, von der ich im Vorfeld noch nie gehört hatte, hat sie mich positiv überrascht und besonders die Rahmenhandlung, die den Klub behandelt, hat mir sehr gut gefallen und Lust auf mehr gemacht. Generell wäre dieser Klub ein toller Rahmen für eine Sammlung von Geschichten.

Insgesamt haben mir alle Geschichten gefallen, auch wenn Die Verurteilten wegen des Erzählstils etwas anstrengend zu lesen war und Die Leiche durch die Geschichten, die Gordie erzählt länger war, als nötig. Aber länger als nötig und Stephen King gehören auch einfach zusammen, könnte man wohl sagen. Und das mag ich ja auch.

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3 Gedanken zu „Frühling, Sommer, Herbst und Tod

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