Nachtschicht

Für die, die das Buch nicht kennen: 20 Kurzgeschichten von Stephen King. Einige davon dienten als Vorlagen für bekannte Verfilmungen. Da es 20 einzelne Geschichten sind, werde ich nicht auf jede einzeln eingehen, aber doch schon viele kurz anschneiden, besonders im Hinblick auf die Verfilmungen.

Briefe aus Jerusalem macht den Anfang und ist eine tolle Hommage an Lovecraft und den Cthulhu-Mythos. Als Vorgeschichte zu Brennen muss Salem funktioniert sie auch einfach super. Eine der letzten Geschichten in diesem Sammelband, Einen auf den Weg, führt wieder zurück nach Jerusalem’s Lot und beweist, dass die Gefahren dort immer noch lauern. Auch das fand ich großartig.

Der Mauervorsprung und Quitters, Inc. sind auch hervorragend. Die beiden Geschichten machen zwei Drittel des Films Katzenauge aus, den ich als Kind sehr mochte (ich habe ihn ehrlich gesagt schon lange nicht mehr gesehen). Die Geschichten kann ich jedenfalls empfehlen, da es sich hier wieder um einen Horror handelt, der ohne Übernatürliches auskommt, was ihn gleich noch grausamer Macht.

Ein Film, den ich auch mochte, war Der Rasenmähermann. Ich wusste bereits, dass die Verfilmung sehr frei mit Kings Kurzgeschichte umgegangen ist und er deshalb auch gegen die Verwendung seines Namens geklagt hat, aber ich war wirklich überrascht von der Geschichte. Wirklich toll fand ich sie allerdings nicht, auch wenn es furchtbar interessant war, mal die Vorlage gelesen zu haben.

Manchmal kommen sie wieder habe ich auch als Kind gesehen und kann mich an den Film kaum noch erinnern. Auch an die Fortsetzungen habe ich keine Erinnerung. Die Kurzgeschichte jedenfalls hat mir sehr gut gefallen. Das Ende vielleicht nicht so sehr, aber die Geschichte an sich ist wirklich gut.

An die Verfilmungen von Lastwagen (Rhea M – Es begann ohne Warnung) und Kinder des Mais (Kinder des Zorns) kann ich mich schon eher erinnern, die habe ich in den letzten zwei Jahren noch gesehen. Rhea M musste ich aus Langeweile mehrmals unterbrechen und Kindes des Zorns habe ich nur im Halbschlaf mitbekommen, aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die entsprechenden Vorlagen hingegen waren ganz okay. Gut geschrieben und auch mit interessanten Ideen, aber eben keine großen Meisterwerke in meinen Augen.

Das waren also die Geschichten, zu denen ich zumindest ein bisschen etwas bezüglich der Verfilmungen sagen kann. Die anderen Geschichten in Nachtschicht sind allesamt okay bis super, wie das Gesamtwerk von Stephen King eben. Nächtliche Brandung gefiel mir, weil es parallel zu The Stand spielt. Schlachtfeld mochte ich wegen der Idee und auch Das Schreckgespenst hat mir sehr gut gefallen. Die letzte Geschichte, Die Frau im Zimmer, nimmt auch noch einen besonderen Stellenwert ein, da sie eigentlich einfach nur traurig ist.

Insgesamt ist also wohl für jeden etwas dabei in dieser Sammlung, ob das gut oder schlecht ist, möchte ich nicht beurteilen. Meine Favoriten waren jedenfalls: Quitters, Inc., Der Mauervorsprung und Das Schreckgespenst.

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2 Gedanken zu „Nachtschicht

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