Nur ein Entwurf

»Es ist nur ein Entwurf.«

Das sollte ich mir wohl öfter mal selbst sagen, wenn ich schreibe (oder versuche, es zu tun). Ich finde keine Formulierungen / Namen / Beschreibungen, die sich richtig anfühlen, und schon stecke ich fest. Grundlos, mehr oder weniger. Mit den meisten Namen bin ich unzufrieden und werde sie am Ende ändern müssen. Viele Formulierungen können verbessert und Beschreibungen vermutlich gekürzt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach habe ich generell zu viel geschwafelt beim Erzählen dieser Geschichte.

Wieso also nicht die »akuten Ansprüche« zumindest etwas herunterschrauben? Was ich geplant habe – die wenigen Sätze pro Kapitel, die in meinem Notizbuch stehen – ist drin, es passt immer noch chronologisch an diese Stelle und endet an der (meiner Meinung nach) richtigen Stelle, ist dabei aber auch nicht zu kurz? Gut, dann kann dieses Kapitel für einen ersten Entwurf auch so bleiben. Dauert dann auch nur ein paar Tage. Vielleicht geht es beim nächsten noch schneller. Vielleicht aber auch nicht. Wichtig ist, dass es voran geht, wenn möglich ohne größere Pausen, weil ich wieder an etwas scheitere, das bei einem Entwurf alles andere als perfekt sein muss. Mal sehen, wie weit ich diesen Monat insgesamt komme.

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3 Gedanken zu „Nur ein Entwurf

  1. Was soll ich dazu sagen können, da mir die Fähigkeit zur Überarbeitung komplett fehlt und ich nur schreiben kann, was direkt aus dem Hirn kommt …

    Entwurf. Selbst ein Entwurf muß für mich so sein, daß ich ihn unüberarbeitet „veröffentlichen“ kann.

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    1. Da ich selbst noch nichts überarbeitet habe und auch jetzt schon absolut keine Lust darauf habe, würde ich sagen, dass es mir zu einem großen Teil genauso geht. Vielleicht zieht sich das Projekt deshalb auch schon so lange hin.
      Aber ohne kleinere Schönheitskorrekturen werde ich mich wohl am Ende nicht trauen, mehrere hundert Seiten zu veröffentlichen. Dazu habe ich schon zu viel »direkt aus dem Hirn« (bzw. Herzen) geschrieben, das mir im Nachhinein nicht mehr gefiel – auch wenn ich es dann trotzdem nie überarbeitet habe.

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  2. Ein Mantra, das ich mir selbst immer wieder durch den Kopf jage… es ist nur ein Entwurf… Es muss nicht alles von Anfang an stimmen… Es kann am Ende begradigt werden… Dabei graut es einen auch vor der Vorstellung, am Ende des Mammutprojektes alles noch einemal von Neuem zu beginnen… Doch ich vermag es nicht anders.
    Ich denke, der Gedanke kann durchaus helfen, wenn die Alternative wäre, in angstvoller Starre zu verharren…

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