Kapitel 28

Von der Idee über die Planung bis hin zur Änderung.

Die Idee war eigentlich ganz simpel, eine kleine Überleitung zu dem, was im nächsten Teil der Geschichte mit eben diesem Charakter geschehen soll. In der Planung kamen dann zwei kurze Szenen heraus. Das folgende Kapitel wird in etwa denselben Umfang haben und dann wird der dritte Teil abgeschlossen sein. Dann wird sowieso die Formatierung geändert und die harte Unterteilung in Szenen gestrichen. Einzelne Szenen können also ruhig etwas kürzer geraten. Alles was beim Schreiben gekürzt wird, muss beim Korrigieren (vielleicht) nicht mehr gekürzt werden.

Ich fange also an und schreibe die erste Seite. Eine Seite, vielleicht noch ein paar Seiten mehr, dann ist Schluss. Wie immer. Eine Idee, wie es weitergeht, ist da, aber irgendwas blockiert. Eine Stunde später kann es dann weitergehen. Insgesamt sind es nun zwei Seiten, die Einleitung in dieses Kapitel, das ich schon vor Monaten geplant habe. Und genau dieser Plan geht mir jetzt durch den Kopf und wirkt irgendwie blöd. Der Anfang ist in Ordnung und die Grundidee eigentlich auch, doch das Ende, zu dem die Kombination führt, scheint – selbst bevor ich es geschrieben habe – unbefriedigend. Da muss also eine Änderung her.

Jetzt heißt es: Genau überlegen, wie im nächsten Teil der Einstieg in diese Charakter-Storyline aussehen soll und mit welchem Tempo die wahre Bestimmung der Figur aufgedeckt werden soll. Das wird dann die Basis für die Überlegung sein, wo dieses 28. Kapitel enden soll. Die Zeit, die innerhalb der Geschichte zwischen diesen beiden Punkten vergeht, muss – in Bezug auf diese Figur – genau richtig bemessen sein und es muss gerade wenig genug passieren, dass im ersten Drittel des nächsten Auftritts ein kleiner Rückblick genügt, um die Brücke zu schlagen. So sieht zumindest jetzt gerade der Plan aus. Wenn ich dann Kapitel 28 mal im Kopf geändert und dann zu Papier gebracht habe (ich schreibe nicht handschriftlich an meinem Manuskript, aber diese Formulierung ist doch so viel schöner als »abgetippt«, oder?), wird nochmal zu viel Zeit vergehen, bevor es mit dieser Figur weitergeht und dann kann alles schon wieder anders aussehen. Genau deshalb sollte zumindest das letzte Kapitel, das einer Figur im jeweiligen Abschnitt der Geschichte gewidmet ist, ein gutes Ende besitzen, mit dem ich sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen des nächsten Kapitels – und sei es noch so weit entfernt – gut zurecht komme.

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