Die Farben der Magie

Mein erster Ausflug in Terry Pratchetts bizarre Scheibenwelt. Ich hatte natürlich schon einiges von den Büchern, Verfilmungen und Videospielen gehört, größtenteils sogar Gutes, doch noch nie Lust gehabt, mich damit zu befassen. Jetzt zum Jahresende habe ich beschlossen, das zu ändern und mir den ersten Scheibenwelt-Roman geschnappt.

Der unfähige Zauberer Rincewind wird eher unfreiwillig der neue Reisegefährte des Touristen Zweiblum, der sich mit seiner halbwegs intelligenten Truhe und dem Bilderkobold, der in seiner Kamera seinem Ikonographen lebt, aufmacht, um die Scheibenwelt zu erkunden und all die Dinge zu sehen, von denen er sein Leben lang nur geträumt hat. Fremde Länder, echte Kneipenschlägereien, Helden in Aktion, Drachen… All die Dinge, denen Rincewind lieber aus dem Weg gehen würde, da er doch schon ziemlich an seinem Leben hängt.

Nach allem was ich bisher über die Scheibenwelt-Bücher gehört habe, schwanken sie natürlich stark in ihrer Qualität und das erste Buch soll nicht unbedingt das beste sein. Allerdings sind es wohl auch Bücher, die man einfach mag oder eben nicht. Ich für meinen Teil mochte Die Farben der Magie. Die abgedrehte Welt gefiel mir besonders deshalb, weil sie einfach gut zur Handlung passt. Bei anderen Büchern hat man gerne mal das Gefühl, dass verrückte Dinge geschildert werden, einfach nur um zu zeigen, wie verrückt die Welt doch ist, das hatte ich hier gar nicht. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen, besonders Zweiblums Truhe und der Barbar Hrun sind einfach lustig. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Geschichten aus der Scheibenwelt lesen, vielleicht nicht unbedingt noch in diesem Jahr, aber 2019 bestimmt.

16 Gedanken zu „Die Farben der Magie

  1. Ich liebe Terry Pratchett! Selten war ich beim Tod eines Autors so traurig. Rincewind und die Truhe sind natürlich Klassiker. Aber da ist auch noch Tod und Susanne, Mumm und die Stadtwache, Ponder Stibbons und Hex, die Hexen aus den Spitzhornbergen…
    Und natürlich Feucht von Lippwig und die Klickertürme. Ich bin bei Buchgeschmäckern ja sehr tolerant, aber wer kann Fantasy mögen und die Scheibenwelt nicht? Wenn ich so jemanden treffe bin ich immer ein bisschen fassungslos. Das geht doch gar nicht!!!

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    1. Naja, ich denke, das sind unter anderem die Leute, für die Fantasy immer eine bierernste Angelegenheit ist. Die, die auch keine Gelegenheit auslassen, andere darüber zu belehren, dass der Drache da gar kein Drache ist, sondern ein Lindwurm.
      Aber man muss wohl neben einer Vorliebe für Fantasy auch noch den richtigen Humor mitbringen, um mit den Büchern wirklich warm zu werden. Denke ich mir zumindest.

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      1. Also, der Unterschied zwischen Drache und Lindwurm ist doch wohl absolut elementar – fundamental, quasi! Ein Lindwurm hat keine Flügel und maximal zwei Beine! ;-)

        An dieser Stelle möchte ich samybees Liste der Chraktere unbedingt noch um Dschingis Cogen und Colonel Detritus erweitern.

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      2. Detritus fällt unter „Mumm und die Stadtwache“. Genauso wie Angua, Karotte und der sich als Frau bekennende Zwerg, auf deren Name ich gerade nicht komme. Ach, und natürlich Nobby. Wer könnte jemals Nobby vergessen 😂!

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      3. 😂. Lies einfach die Bücher! Ich würde sogar empfehlen, grundsätzlich nach Charakteren zu lesen. Also zum Beispiel alle „Mumm und Stadtwache“-Bücher, diese dann aber der chronologischen Reihenfolge nach. Oder weil Du mit Rincewind angefangen hast, alle Rincewind-Bücher. Die Charaktere sind wie guter Wein, sie reifen von Buch zu Buch 😉.

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      4. Ich muss zugeben, in eine Drachen/Lindwurm-Diskussion war ich noch nie verwickelt… Wenn allerdings ein Drache geflügelt ist und ich so in meiner Erinnerung nach Büchern mit Drachen krame, gab es da nur Drachen. Außer vielleicht in der „Unendlichen Geschichte“. Fuchur hatte keine Flügel, oder? Dann war das ein Lindwurm? Hätte die „Unendliche Geschichte“ den gleichen Erfolg gehabt, wenn dort das Wort „Lindwurm“ anstelle von „Drache“ verwendet worden wäre? Wegen „-wurm“ hat „Lindwurm“ so einen leichten Ekelfaktor…

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      5. Da liegt das Hauptproblem solcher Diskussionen an sich. „Das Tier in Buch XY hat zwei Beine und zwei Flügel, das ist ein Wyvern und kein Drache!“. „Fuchur hat keine Flügel und ist ein Lindwurm!“. Nein! Wenn der Autor schreibt, es ist ein Drache, ist es ein Drache. Diskutieren kann man da, wenn verschiedene Geschichten in derselben Welt spielen, aber das ist eben nicht der Fall. Fuchur hätte man auch als Windhund bezeichnen können, das hätte auch gepasst xD

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      6. Ich sicherlich auch noch nicht. ;-)

        Wenn Du nach Büchern mit Drachen kramst, dann gab es da natürlich nur Drachen. ;-) Ein Lindwurm ist auch vergleichsweise unsexy. Und außerdem immer abhängig davon, welche Fantasy man liest. Im DSA-Universum ist ein Lindwurm eben ein „flugunfähiger Minderdrache“, bei AD&D ein „entfernter Verwandter des Drachen“ bzw. eine „riesige Flugechse mit giftigem Schwanzstachel“, usw. usf.

        Man könnte sich einigen auf: Jeder Lindwurm ist ein Drache, aber nicht jeder Drache ein Lindwurm!

        Ich habe zu viel Zeit … ;-)

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      7. Ja, wer Fantasy bierernst nimmt, der fühlt sich in der Scheibenwelt schon mal auf den Arm genommen. Die typischen Fantasy-Klischees werden schon mal überspitzt. Manchmal versteht man es ja nur, weil man Fantasy kennt. Dann hat man gleich so ein „Insider“-Gefühl 😉.

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    1. Ich denke, ich werde sie einfach der Reihe nach lesen, auch wenn dann – wenn ich das richtig verstanden habe – die Thematiken und Hauptfiguren immer wieder wechseln.

      Okay, der Zentralrat der Lindwurmversteher hat seinen Standpunkt klar gemacht. Nächster Punkt auf der Tagesordnung: Wyvern xD Über die wird noch häufiger belehrt xD

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