Wieso einfach schreiben, wenn man Dinge auch zerdenken kann?

Zu meiner Überraschung fühle ich mich heute besser als gestern (was hoffentlich auch so bleibt) und deshalb hoffe ich, heute nochmal etwas mehr schreiben zu können. Diesbezüglich spuken mir aber noch Gedanken durch den Kopf, die gestern beim Schreiben aufkamen.

Ich habe die Geschichte, die ich schreiben möchte, grob in sechs Teile, einen Prolog und einen Epilog unterteilt. Prolog und Teile eins und zwei sind fertig (also der erste Entwurf). An Teil drei bin ich gerade dran. Insgesamt bin ich bisher bei 24 Kapiteln mit jeweils mindestens zwei Szenen. Und genau über diese Unterteilung habe ich mir Gedanken gemacht.

Kapitel 25 hat in meiner Planung drei Szenen. Beim Schreiben denke ich mir dann schon sowas wie »Vielleicht genügen auch zwei«. Dieser Gedanke ist vollkommen okay, schließlich kann man ja auch schon beim Schreiben unnötige Passagen aus der Planung streichen. Der Hintergrund zu diesem Gedanken ist allerdings: Szene zwei wäre für meinen Geschmack zu kurz, also kann man sie auch noch irgendwie in die erste Szene integrieren.

Und genau an diesem Punkt denke ich mir dann, dass ich auf die Unterteilung in Szenen vielleicht ganz verzichten sollte. Die Kapitel konzentrieren sich immer auf einzelne Charaktere, also könnte ich auch anstatt einer weiteren Ebene an Überschriften, die nur aus Zahlen bestehen, einfach jeweils einen kleinen Absatz einfügen, wenn die Szene wechselt. Beides funktioniert durchaus sehr gut in den verschiedensten Büchern, aber diese Änderung würde mir vielleicht diesen selbst auferlegten Druck nehmen, den Szenen immer eine bestimmte Länge geben zu müssen. Das würde das Schreiben vielleicht erleichtern und ist eigentlich der einzige Grund, wieso ich diesen Gedanken nicht einfach ganz ans Ende schiebe.

Problematisch wäre es dann nur im Prolog, wo anfangs mit den einzelnen Szenen auch die Zeiten wechseln. Dort brauche ich eine klare Unterteilung und da ich etwas einheitliches möchte, wäre es nur konsequent, das dann auch in der restlichen Geschichte beizubehalten.

Und auch ansonsten gibt es überhaupt keine halbwegs überflüssigen Gedankengänge, mit denen ich mich mal wieder selbst vom Schreiben abhalte. Und bei euch so?

Werbung

3 Gedanken zu „Wieso einfach schreiben, wenn man Dinge auch zerdenken kann?

  1. Ich denke wenn du den Prolog etwas anders gestaltet, dann ist das durchaus vertretbar.
    Der hat ja meist eine ganz andere Struktur oder Art, als der Rest. Das passt schon finde ich…
    Zumal ich es eig ganz gut finde, wenn du auf die zusätzlichen Zahlen verzichtet im Text… Dann sind nicht all zu viele Unterteilungeb,denn wie du schon sagst, Absätze tun es auch absolut…
    Aber vorallem: Strukturiere so, wie du am besten schemreiben kannst!
    Liebe Grüße ☺

    Gefällt 1 Person

    1. Danke, genau das dachte ich mir eben auch. Eine Idee, die mir gestern durch den Kopf ging, heute beim Schreiben des Beitrags aber schon wieder nicht einfallen wollte: Ich schreibe Teil drei jetzt wie gewohnt fertig, kümmere mich aber nicht um die Stimme im Hinterkopf, die nervt, weil Szenen zu kurz sind. Und wenn Teil drei dann fertig ist, kann ich ja mal schauen, wie ich das mit dem Prolog gestalte.
      Für die Planung werde ich das mit den Szenen auf jeden Fall beibehalten, das hilft mit mir, die Übersicht zu behalten.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s