Montagsfrage #13

Diesen Montag fragt das Fräulein Leise:

Wie gehst du damit um, der einzige begeisterte Leser eines bestimmten Buches in deinem Freundes- und Bekanntenkreis zu sein?

Kurze Antwort: Ich nehme es eben so hin, auch wenn ich trotzdem weiterhin Bücher empfehle, von denen ich schon weiß, dass mein Gegenüber sie nicht lesen wird.

In der langen Antwort sieht es so aus, dass ich nur mit zwei Menschen regelmäßig rede und dann eben auch über Bücher: Die Liebste und die Kollegin. Die Kollegin hat was Filme und Bücher anbelangt einen Geschmack, der sich sehr von meinem unterscheidet, da kommt es allein aufgrund der Genres eher nicht vor, dass wir beide dasselbe mögen. Die Liebste ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass ich wieder mit dem Lesen angefangen habe und so habe ich einiges gelesen, das sie mir empfohlen hat, z. B. Flowertown oder Das Bild. Wir haben auch Bücher gemeinsam gelesen und unser jeweiliges Urteil ähnelte sich schon stark.

Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich etwas lese, womit sie nichts anfangen kann. American Gods hat sie auf meine Empfehlung hin gelesen und es hat einfach nicht so gezündet, wie bei mir. Seit Das Spiel liest sie keine Bücher mehr von Stephen King, was ich natürlich auch schade finde. Gerade als ich Der dunkle Turm gelesen habe, bin ich ihr damit wohl etwas auf den Keks gegangen. Ähnlich verhält es sich wohl auch aktuell mit der The Expanse-Reihe. Science Fiction im klassischen Sinne ist nicht ihr Ding, doch als Dystopie könnte es ihr wohl wirklich gefallen. Trotzdem ist der Umfang etwas abschreckend, wenn man sowieso nicht so viel Zeit und Ruhe zum Lesen hat, was ich auch verstehen kann. Die Bücher von Haruki Murakami sind auch sowas. Ich erzähle ihr gerne, was ich lese, rede über die Rahmenhandlung oder die Charaktere und lese auch gerne mal eine Passage vor, oft welche, die etwas abgedrehter sind und mir genau deshalb gefallen. Allerdings wirkt wohl genau das abschreckend. Allerdings muss ich hier zugeben, dass es mir wohl auch schwer fallen würde, mich tatsächlich über eines der Bücher von Murakami zu unterhalten. Dafür sind sie zu sehr etwas, dass ich einfach für mich selbst erleben muss. Das merkt man ja allein schon an meinen Beiträgen hier.

Generell bin ich jedenfalls jemand, der gerne über Bücher redet, die ihm gefallen und besonders bei größeren Reihen wie Der dunkle Turm oder The Expanse finde ich es dann schade, mit meiner Begeisterung allein zu sein. Ich weiß allerdings auch, dass das eben am überschaubaren sozialen Umfeld liegt, weshalb ich mich eigentlich nicht beschweren darf, was ich ja auch nicht will.

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Ein Kommentar zu „Montagsfrage #13

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