Satt, sauber, sicher

Satt, sauber, sicher kotzt das Bild einer Familie und dem näheren Umfeld in kleineren und größeren Brocken, die als Ganzes ein Gesamtwerk abgeben, das nicht immer so viel Power hat, wie es haben könnte.

Die unschönen Fäden, die all diese Brocken miteinander verbinden, gehen von Hubert und Karla aus, die in ihrer Gewohnheitsehe die Söhne Roland und Peter vorbildlich verkorkst haben. Roland kannte da mal eine Vera, die er aber verloren hat. Ein Afrikaner hat dann die Vera gefunden, aber auch Deutsche mit Überfremdungsängsten, wie man das ja wohl nun nennt.

Alle Figuren in der Geschichte sind mehr oder minder stark miteinander verknüpft, haben Berührungspunkte und eine eigene kleine Tragödie. Da geht es um Sex, um Liebe, Krebs, die Frau Tod, Hass und darum, wieso generell beinahe alles und jeder scheiße ist.

Gerade die Verbindungen zwischen den Figuren haben mir gut gefallen, nicht weil sie irgendwie geschickt oder künstlerisch untergebracht sind, sondern einfach, weil auf irgendeine Art und Weise eben doch alles zusammenhängt. Das mochte ich. Wie auch den Rest des Buches, dass ich dennoch nur Leuten empfehlen würde, die Bernemanns Stil mögen und nicht gewohnheitsbetroffen sind.

2 Gedanken zu „Satt, sauber, sicher

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