Cibola brennt

Hach, ich mag die The Expanse-Reihe einfach. Nun habe ich auch den vierten Roman gelesen und bin mal wieder begeistert. Aber hier erst einmal grob die Handlung:

Nach den Ereignissen um die Ringstation stehen der Menschheit nun tausend neue Sonnensysteme offen, von denen wohl auch die meisten mindestens einen Planeten mit atembarer Atmosphäre bieten. Einer dieser Planeten ist Illus, den einige Flüchtlinge kolonisieren möchten und so benannt haben. Doch selbst fernab der Erde und sogar jenseits unseres Sonnensystems kann doch für Menschen nichts ohne die gute alte Bürokratie funktionieren.

Und so vergibt die UN Besitz- und Schürfrechte an neuentdeckten Planeten wie eben Neuterra (so der »offizielle« Name von Illus). Die Royal Charter Energy rückt also mit Wissenschaftlern, einem Sicherheitsteam und sogar einer vorläufigen Regierung an, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Der Widerstand unter den Siedlern ist groß und man will die Landeplattform für das Shuttle, das all diese Leute auf den Planeten bringen soll, in die Luft jagen, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen. Das klappt allerdings nicht ganz wie geplant und die Situation eskaliert.

Die UN und die AAP haben da aber jemanden an der Hand, der als Vermittler die Wogen glätten soll. Jemanden, der nicht gerne lügt, über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn verfügt und der im schlimmsten Falle einen hervorragenden Sündenbock abgibt: James Holden, der mit seiner Crew auf der Rosinante die Reise nach Illus / Neuterra auf sich nimmt.

Die ganze Geschichte hätte ab diesem Punkt ein politdrama oder ähnliches werden können, doch zum Glück gibt es neben Siedlern, RCE und Holden noch das Protomolekül bzw. die Geschichte um seine Erschaffer. 18 Monate von Nachschub und Verstärkung entfernt müssen die Menschen auf dem Planeten und auch auf den drei Raumschiffen im Orbit bald mit mehr Problemen klarkommen als ein paar rebellischer Siedler, einem übereifrigen Sicherheitschef oder toten Detectives.

Explodierende Planeten, schmelzende Monde und planetare Abwehrvorkehrungen sorgen für große Spannung im (auf die Galaxis bezogenen) kleinen Rahmen. So wird mal wieder mit altbekannten und einigen neuen Charakteren ein fesselndes Kapitel in dieser Geschichte erzählt. Besonders gut gefiel mir dabei, dass zumindest zwei der neuen Charaktere gar nicht so neu waren und das Buch so Verknüpfungen zu den Vorgängern herstellt, die tatsächlich einen Sinn ergeben und nicht komplett erzwungen wirken. Und Bobbie Draper hat auch ihren Part, juhu xD

Insgesamt hat mir auch hier eigentlich wieder alles gefallen. Das Setting, dieser neue Planet, war sehr interessant, die Charaktere und ihre Motivation glaubwürdig und die Erzählweise, der Wechsel zwischen den POV-Charakteren wieder mal grandios. Mit jedem Buch wächst allerdings die Angst, dass die beiden Autoren irgendwann den richtigen Punkt verpassen, ein gutes Ende einzuleiten. Das ist aber wohl bei jeder Reihe so, die zu irgendeinem Punkt Potential hat und nicht von vorneherein schon nichts zu bieten hat.

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2 Gedanken zu „Cibola brennt

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