Phantasien im Wandel der Zeiten

Ich sitze im Büro und denke an all die Dinge, die ich zuhause tun könnte, wäre ich dort und nicht hier. Je länger ich darüber nachdenke, desto länger wird die Liste. Alleine zuhause, mehrere Stunden, vielleicht einen ganzen Tag. Das war mal die Gelegenheit zum ausleben von Fetischen, zum Marathon-Zocken oder für Horrorfilme. Heute sieht das anders aus (wenn auch nicht immer xD).

Da steht diese eine Kiste voller krempelgewordener Vergangenheit, die weg soll. Um die könnte ich mich kümmern. Dann ist da die Lust, Ordnung zu schaffen. Der Büro-Arbeitsplatz gibt da nicht viel her, die Aufräumlust ist nicht wirklich befriedigt. Was könnte ich also zuhause noch machen? Schreibtischschubladen. So gut wie leer, aber eben nur so gut wie. Wofür brauche ich eigentlich mehrere Locher oder Tacker?

Und was ist eigentlich mit der externen Festplatte? Sollte die über die Retrobox genug Strom bekommen, wäre das doch ein super Mediacenter. Muss ich also auch mal ausprobieren. Aber die ganze Musik… die habe ich zwar schon ausgedünnt, aber da geht noch mehr, oder? Wenn am Ende nur noch Alben von Interpreten übrig blieben, von denen man zumindest weiß, dass es sie gibt, wäre das doch gar nicht verkehrt, oder nicht?

Dann sind da noch Kisten und Werkzeug im Keller, auch alles irgendwie ohne wirkliches System. Die Kabel, von denen wir entschieden haben, dass sie bleiben dürfen, brauchen auch einen neuen Platz und ein geeignetes Behältnis. Die ganzen Kleinigkeiten eben.

Ja, was man nicht alles erledigen könnte, wenn man nicht im Büro säße. Nur noch diese Woche, dann habe ich wieder ein paar freie Tage, an denen ich zumindest ein kleines bisschen davon erledigen werde.

Tatsächlich hätte ich früher nie gedacht, dass ich mal solchen Spaß am Aufräumen und Ausmisten haben werde. Ich mochte es schon immer, wenn Dinge ihren festen Platz haben, doch die Vorliebe für Raum – im Sinne von freien Flächen – kam wohl erst in den letzten Jahren, besonders in der Zeit, in der besagter Raum in meinem damaligen Zuhause praktisch nicht existent war. Zum Glück habe ich mich in diese Richtung entwickelt und nicht in eine andere.

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