Abaddons Tor

Heute Morgen habe ich nun auch den dritten Roman der The Expanse-Reihe von James S. A. Corey zu Ende gelesen.

Was sich von der Venus erhoben hat, schwebt weit weg von der Menschheit in der Leere des Alls und lockt natürlich die neugierigen Regierungen von Erde, Mars und auch der äußeren Planeten. Doch ein Jugendlicher in einer mehr schlecht als recht zusammengebauten Nussschale ist es, der als ersten durch den Ring fliegt und nicht auf der anderen Seite rauskommt. Türen haben nunmal die Angewohnheit, in Menschen den Wunsch zu wecken, zu erfahren, was sich auf der anderen Seite befindet, also wird das Militär mobilisiert und um den Ring stationiert.

Und wer hat rein gar nichts mit der ganzen Sache zu tun und möchte nur so weit weg von diesem Ring, wie nur irgendmöglich? James Holden, der Kapitän der Rosinante, der sich nach den ersten beiden Abenteuern eigentlich wirklich eine Auszeit verdient hätte. Natürlich muss gerade er eine Dokumentarfilmcrew zum Ring bringen, um sein geliebtes Schiff nicht zu verlieren. Ein explodiertes Kriegsschiff, Besitzansprüche auf den außerirdischen Ring und eine überstürtze Flucht später, finden sich alle beteiligten Fraktionen auf der anderen Seite des Tors wieder und stehen einer Macht gegenüber, der sie nicht gewachsen sind.

Die Rahmenhandlung wirkt, verglichen mit den beiden ersten Romanen, etwas zu gewaltig, doch es passt zu dem Umstand, dass bisher noch fünf weitere Bücher folgten. Teil drei wirkt dann doch wieder wie eine Überleitung, gerade das Ende ist ein schönes »Jetzt geht’s erst richtig los«, finde ich. Die Figuren sind auch dieses Mal wieder sehr gut geschrieben, auch wenn Amos und vor allem Alex wesentlich kleinere Rollen spielen, als bisher. Die neuen Charakere Bull, Melba und Anna sind genauso überzeugend, wie die Nebencharaktere und bieten allesamt interessante Storylines.

Die Geschichte an sich ist auch wieder richtig gut gelungen, auch wenn die Figuren mir nicht so gut gefallen haben wie Bobby Draper oder Chrisjen Avasarala aus dem Vorgänger.

Als nächstes werde ich mich aber lesetechnisch wieder aus dem Weltall zurückziehen und stattdessen etwas Zeit am Strand verbringen. Abwechslung und so. Trotzdem werde ich früher oder später auch diese Reihe weiter lesen, da bin ich mir sicher.

2 Gedanken zu „Abaddons Tor

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