Kein Nachtmensch mehr

Früher™ war es nicht selten, mal eine Nacht oder zwei durchzumachen. Besonders in Schul- oder auch Semesterferien, aber auch am Wochenende gehörte das eigentlich zum guten Ton. Diese Zeiten sind vorbei. Man hat einen festen Tagesablauf, eine Uhrzeit, zu der man – meist auch am Wochenende – ins Bett geht und einen Körper, der es einem nicht so leicht vergibt, wenn man sich daran mal nicht hält.

Am Samstag kam ich zum Beispiel um 4:00 Uhr zuhause an. Ich hatte fast zehn Stunden bei einem Kumpel auf der Couch gesessen und mit ihm alte Videospiele gespielt oder vollkommen substanzlose Gespräche geführt. Das war schön. Sorgenfrei, einfach, ein bisschen wie früher. Nach etwa 22 Stunden Wachsein, lag ich dann mit Kopfschmerzen im Bett und konnte zu lange nicht einschlafen, als dass es eine clevere Idee gewesen wäre, schon um 7:15 Uhr wieder aufzustehen. Natürlich tat ich es dennoch.

Über den Tag verteilt versuchte ich noch ein paar mal, ein Nickerchen zu machen, aber so richtig gelang es mir nie. Na gut, dann ging es eben am Abend hundemüde mit der Liebsten zusammen auf einen Geburtstag. Der wohl 60 Jahre alte Partykeller wurde anscheinend um den Staub von Äonen herum gebaut und bot gemütlich Platz für bis zu 10 Personen. Die ungefähr 30 Gäste, der ständige Wechsel von Musik zu keine Musik zu David Hasselhoff und von Zimmerlautstärke zu Discothek sorgten für eine dezente Reizüberflutung, aber zum Glück mussten wir ja sowieso noch weiter.

Um 23 Uhr standen wir dann zu viert vor der Maisalm in Merzig und weitere 30 Minuten später ging es dann los mit unserem dritten Besuch bei den Horrornächten. Etwa eine Stunde dauerte der Spaß und es war mal wieder super lustig. Die Darsteller sind echt immer super und die verschiedenen Stationen, in diesem Jahr zum Beispiel Schorch’s Liebeshölle sind wirklich cool gestaltet.

Wieder eine stunde später waren wir dann zuhause und konnten endlich ins Bett, diesmal sogar ohne Kopfschmerzen. Die quälen mich dafür heute, nach gesunden acht bis neun Stunden Schlaf und machen bis jetzt keine Anstalten, wieder zu verschwinden. Aber dafür steht heute wenigstens nichts auf dem Plan. Nur die Liebste und ich und zumindest der Versuch, an diesem Wochenende noch etwas Erholung und Entspannung zu bekommen. Und am Abend geht es dann wieder zeitig ins Bett.

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