Die Stadt und die Sterne

Arthur C. Clarke ist einer der großen englischen Science-Fiction-Autoren des letzten Jahrhunderts. Das sagt zumindest Wikipedia und das Vorwort in Die Stadt und die Sterne. Ich hatte zwar schon von dem guten Mann gehört, aber noch nichts von ihm gelesen, bis ich über eine Kurzbeschreibung zu diesem Buch stolperte, die mir ganz gut gefiel.

In der Zukunft – und wir reden hier nicht von ein paar Jahrzehnten oder Jahrhunderten, sondern von Milliarden von Jahren – lebt die Menschheit in der letzten Stadt der Erde, Diaspar. Hier werden die Menschen 1.000 Jahre alt, nur um dann wieder in den Gedächtnisspeicher der Stadt einzugehen und irgendwann wieder neu zu entstehen. Ein ständiger Wechsel im anhaltenden Stillstand quasi. Und dann kommt Alvin. Der erste Mensch seit langer Zeit, der ohne alte Erinnerungen und »vererbte« Ängste aus der Halle der Schöpfung tritt und alles in Frage stellt.

Die Idee gefiel mir eigentlich ganz gut und ich ging an das Buch heran mit der Frage im Kopf, ob es dem Hauptcharakter gelingen würde, die Stadt zu verlassen oder wahlweise ihr großes Geheimnis aufzudecken. Nach einiger Zeit wurde mir dann klar, dass das nicht wichtig ist. Und dass Alvin mir bei weitem nicht so sympathisch ist, wie er es sein sollte.

Die Handlung des Buches ist vielleicht ganz gut und die Zukunftsvision hat vermutlich auch die ein oder andere wertvolle Botschaft für die Menschen unserer Zeit im Gepäck, aber leider war die ganze Geschichte von vorne bis hinten irgendwie öde. Natürlich bedeutet Sci-Fi nicht zwangsläufig Action und Weltraumschlachten, das ist hätte ich auch nicht erwartet, doch was ich mir gewünscht hätte, wäre etwas Spannung gewesen. Beim Lesen hatte ich nie das Gefühl, die Charaktere seien in Gefahr oder es bestünde auch nur die Chance eines Scheiterns und das hat mich sehr gestört.

Vielleicht bin ich einfach in der falschen Zeit aufgewachsen (Das Buch ist von 1956 und war damals schon die Überarbeitung des Originals von 1948), oder vielleicht ist auch einfach dieser Zweig der Science Fiction nichts für mich, aber zum ersten Mal in diesem Jahr, habe ich das Ende eines Buches wirklich herbeigesehnt. Deshalb will ich nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, doch empfehlen würde ich es nicht.

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