American Horror Story: Murder House

American Horror Story ist eine der Serien, bei denen ich es geschafft habe, in all den Jahren (Staffel 1, Murder House, erschien bereits 2011) nichts zu sehen, zu lesen oder zu hören, das irgendetwas spoilern würde. Alles, das ich wusste, war: Immer eine neue Handlung an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit, zwar mit neuen Charakteren, aber denselben Schauspielern (teilweise). Und das klang für mich, von der Idee her, verdammt interessant. Die Cover / Poster sahen auch noch gut aus, also musste ich irgendwann mal einen Blick hinein werfen.

Mit der Zeit hatte ich das fast schon vergessen, bis dann die Liebste meinte, ihr sei die Serie empfohlen worden. Also wurde die erste Staffel bestellt und nun gestern auch beendet.

Ein Haus, in dem es spukt und eine zerrüttete Familie, die mit sich selbst und den Geistern der Vergangenheit klarkommen muss. Klingt jetzt nicht unbedingt super spannend. War auch oft nicht wirklich spannend. Aber es war gut erzählt. Von Anfang an wird klar, dass jeder Charakter in dieser Geschichte mehr oder minder bekloppt ist, doch sie sind interessant. In jeder Folge erfährt man etwas mehr über das Haus oder vielmehr seine (lebenden und toten) Bewohner und auch der ein oder andere kleine Twist darf natürlich nicht fehlen.

Nach zwölf Folgen sitzt man dann da und ist kurz betäubt. Das wars? So soll das alles enden? Zehn Folgen lang werden Geheimnisse aufgedeckt, dann kommt das Finale und so endet die Geschichte dann? Ja. Irgendwo zwischen »klischeehaft« und »unbefriedigend« könnte man das Ende wohl einordnen, doch ab einem gewissen Punkt der Story war kaum noch etwas anderes möglich, möchte ich behaupten. Und es ist das richtige, das konsequente Ende, das zu der Geschichte passt. Es ist keine Fantasy-Serie, an deren Ende die Guten gewinnen und die Bösen besiegt werden. Es ist auch keine Horrorserie mit demselben Ende – inklusive eines kurzen erneuten Aufflackern der finsteren Macht in der letzten Einstellung. Nein, das würde nicht passen.

Es geht um Charaktere und diese entwickeln sich in dem kurzen Zeitraum, den die Serie abdeckt, auch nur sehr bedingt, was glaubwürdig ist. Sie verhalten sich auch entsprechend und genau deshalb ist der Schluss auch genau das, was er sein soll. Sicher kann man darüber streiten, doch ich war zwölf Folgen lang gut unterhalten und bin jetzt auf die zweite Staffel gespannt, die wir uns sicher auch demnächst noch ansehen werden.

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5 Gedanken zu „American Horror Story: Murder House

    1. Naja, da man immer ein anderes Setting präsentiert bekommt, hängt es wohl auch stark davon ab, wie sehr es einem selbst gefällt. Staffel 2-4 sind jetzt bestellt und ich bin sehr gespannt.

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      1. Auch wenn ich außer Trailern noch nichts von der Serie gesehen habe, finde ich eben gerade diese Idee mit den in sich abgeschlossenen Staffeln, einfach nur perfekt. Du kannst im Grunde mit jeder Staffel anfangen, da es keine Chronologie gibt.
        Das fand ich ja auch bei der Serie Black Mirror so gut.

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