Lampenfieber. Bäh.

Ende 2017 wurden die Kollegin und ich gefragt, ob wir bei einer Sitzung unser Projekt vorstellen würden. Da die Frage von unserem Chef und seinem Chef, also quasi dem Chef-Chef kam, war es mehr eine höfliche Form von »Ihr macht das«. Aber okay, dass man da nicht wirklich nein sagen kann, ist ja auch in Ordnung.

Zum Glück hatten wir beide keine Lust darauf. Nicht, weil es kompliziert wäre oder wir nicht hinter dem Projekt stehen würden, ganz und gar nicht. Der Grund war das gute alte Lampenfieber. Keiner von uns mag es, wenn auf einmal alle Augen auf einem selbst ruhen, besonders bei politischen Veranstaltungen. Aber immerhin sind wir ja zu zweit. Und unser Chef ist auch noch da. Der würde mit Sicherheit einspringen, wenn jemand ins Straucheln gerät.

Dann wurde unsere Teilnahme an der Sitzung verschoben, bis wir mehr Ergebnisse haben. Fanden wir beide gut. Wir haben die Präsentation vorbereitet, alles aufgeteilt… und dann wurde die Sitzung verschoben. Auf heute.

An und für sich ist heute genauso blöd wie jeder andere Tag, aber die Kollegin ist aktuell auf Hochzeitsreise, was das Ganze dann doch ziemlich viel beschissener machte. Den ganzen Tag saß ich also im Büro, machte mir Notizen, ging die Präsentation durch und machte mich selbst vermutlich noch nervöser, als ich es sowieso schon war.

Die Sitzung war erst am Nachtmittag und meine Präsentation auch erst irgendwo in der Mitte der Tagesordnung, aber ich kann euch sagen, ich war verdammt froh, als alles vorbei war. Ich bin tausend Tode gestorben, doch bereits im Studium hieß es immer, dass ich trotz aller Nervosität nach außen hin gefasst wirkte. Ich hoffe einfach mal, dass es heute auch so war, etwas Gegenteiliges habe ich jedenfalls nicht gehört. Hin und wieder geriet ich zwar ins Stocken, aber ich konnte immer so einlenken, dass das Publikum gelacht hat. Zumindest die, die aussahen, als könnten sie das.

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