Schreiben, Ablenkung, Schreiben

Gestern habe ich endlich nochmal etwas geschrieben, habe eine Szene fertig geschrieben und mir fest vorgenommen, auch noch mit der nächsten zu beginnen. Sieben Stück noch, bis der erste Teil der Geschichte fertig erzählt ist. Vielleicht 30 bis 50 Seiten und doch vielleicht erst was für 2019.

Wieso? Ganz einfach: Gestern war die Motivation ausnahmsweise wieder sehr hoch und auch die Inspiration passte dazu. Dann ein kleines Frühstück, eine Tablette gegen die nervtötenden Kopfschmerzen und  – Ding! – eine Nachricht per Whatsapp, ein Kumpel hat jetzt auch endlich Infinity War gesehen. Es folgte ein Chat über Details, die seiner Meinung nach nicht passten oder nicht ausreichend geklärt wurden. War ganz interessant und auch lustig, aufs Schreiben konnte ich mich dann aber nicht mehr konzentrieren.

Schlimm daran ist nun nicht diese Ablenkung, sondern dass es eine willkommene Ablenkung war, wie man so schön sagt. Ich habe das Gefühl, dass mein Verstand ständig nach solchen Gelegenheiten Ausschau hält und ich allein deshalb schon nie (oder zumindest nur sehr selten) ganz fokussiert arbeiten kann. Wenn dann eine Ablenkung gefunden ist, ist es ganz vorbei. Generell fällt es mir oft schwer, mich zu konzentrieren, allerdings sind die meisten Dinge im Alltag auch mit einem nötigen Minimum an Aufmerksamkeit mehr als zufriedenstellend zu erledigen. Das Schreiben hingegen nicht, jedenfalls nicht nach meinen eigenen Maßstäben.

Gestern tat sich da also nichts mehr, dafür heute. Voll motiviert habe ich mich direkt ans Ende des Manuskripts geklickt und kurz innegehalten. Mehrere Bilder gingen mir durch den Kopf, wie die Szene beginnen können und ich wählte recht schnell das Beste unter ihnen aus, das eigentlich nur aus zwei Wörtern bestand. Eine halbe Seite später war dann Schluss mit Motivation und Konzentration. Motor abgesoffen, kurz vor der ersten Kurve. Und damit bin ich wieder bei meinem liebsten Jammerthema, dem Schreiben über das Nicht-Schreiben-Können, was mich selbst schon anödet.

Gleich steht eine Besprechung an, danach dann Arbeit. Wieder eine willkommene Ablenkung. Nur diesmal eine Positive. Vielleicht.

Ein Gedanke zu „Schreiben, Ablenkung, Schreiben

  1. Da geht das also nicht nur mir so. Ich bin idealerweise im Chat eingeloggt und schau immer mal wieder rein. Und idealerweise sind die anderen Chatter gerade selbst mit ihrer Textarbeit beschäftigt, so dass nur sehr selten etwas geschrieben wird. :D

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