Steuererklärung. Geil.

Gestern konnte ich endlich mit meiner Steuererklärung anfangen. Ja, endlich. Den Reaktionen anderer nach zu schließen, ist es wohl seltsam, Spaß daran zu haben, seine Steuererklärung zu machen.

»Manchmal finde ich Casper ja ganz gut. Oder Reiswaffeln.« – Aha

»Ich bin um 06:15 Uhr am Büro, weil ich Angst habe, keinen Parkplatz mehr zu kriegen, auf dem ich einfach vorwärts einparken kann.« – Okaaayyy…

»Ich hab ein Faible für Frauenunterwäsche. Am liebsten in pink.« – Hey, whatever floats your boat.

»Und ich freue mich schon, endlich die Steuer zu erledigen.« – Was zum Fick!? Du kranke Sau.

Ungefähr so.

Dabei finde ich es eigentlich ganz gut verständlich. Ich habe nur einen Job, keine Kinder, bin geschieden, lebe zur Miete und habe ansonsten keinerlei steuerrelevanten Einnahmen oder Ausgaben. Es genügt also die simpelste Software und dort müssen einfach nur ein paar Zahlen eingetragen werden. Und am Ende gibt es noch Geld dafür. Durch den Umzug im vergangenen Jahr sogar noch ein bisschen mehr. Aber selbst das Ausfüllen hat etwas wahnsinnig Befriedigendes für mich.

Ich brauche verschiedene Dokumente, um die entsprechenden Angaben zu finden und ganz genau zu wissen, wo ich diese Dokumente finde, ist ein tolles Gefühl. Die Angaben einzutragen hat fast schon etwas Meditatives. Klar, an sich ist das nichts besonderes, aber wenn ich an die Vergangenheit denke und an das Chaos, das früher in meinem alten Arbeitszimmer herrschte, bin ich wirklich froh darüber, wie es jetzt ist. Selbst wenn der aktuelle Zustand eigentlich einfach nur ein normales Maß an Ordnung ist. Mit der Zeit werde ich mich daran gewöhnen und mich sicher auch nicht mehr so sehr darüber freuen, wie jetzt noch, aber noch finde ich es einfach geil, wie aufgeräumt und organisiert alles ist.

Durch den Umzug gibt es allerdings viele Angaben zu machen, die ich mir leider im vergangenen Jahr nicht notiert habe, aber zum Glück habe ich ja die Wohnungssuche hier im Blog gut genug dokumentiert, um mir noch alles zusammensuchen zu können.

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6 Gedanken zu „Steuererklärung. Geil.

  1. Urgh – Steuer! Wir sind die, die erst nach der Mahnung des Finanzamtes damit anfangen. Und dabei kriegen wir Geld zurück. Wie motivieren sich nur Menschen, die dann auch nich zahlen müssen?

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    1. Hehe. Ja, so verschieden kann man da rangehen. Außerdem ist das alles ja mit einer ganzen Familie noch etwas komplizierter als in meinem Fall. Soweit ich weiß, muss ich ja noch nicht mal eine machen, deshalb würde ich nichtmal ne Mahnung kriegen.
      Bei vielen ist es aber wohl dieser Gedanke, dass es dann endlich erledigt ist, der sie motiviert.

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  2. Ich hab das auch immer sehr gerne gemacht. Ich bin eigentlich so ein Ordnungsfetischist. Vor zwei Jahren habe ich es dann einfach nicht mehr geschafft und habe mir Hilfe beim Lohnsteuerhilfeverein gesucht. Das war am Anfang ein komisches Gefühl, das aus der Hand zu geben. Jemand Fremdes, der genau sieht, was ich alles gekauft habe… Aber dafür habe ich jetzt das gute Gefühl, nicht weiter so viel Geld zu verschenken, weil ich vieles auch einfach nicht wusste, wie absetzen…

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    1. Naja, ich bin – noch – in einer Situation, in der ich nichts besitze oder kaufe, das man besonders beachten müsste, deshalb kann ich es mir noch erlauben, das selbst zu machen. Wenn sich das irgendwann einmal ändert, werde ich mich bestimmt ein bisschen ärgern, seit dem Umzug kein Büro vom Lohnsteuerhilfeverein mehr im Haus zu haben xD

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