Ruhe kehrt ein

Seit dem Jahreswechsel bzw. seit ich wieder arbeiten gehe ist es hier auf dem Blog etwas ruhiger geworden. Irgendwie gefällt mir das nicht. Klar könnte ich auch weiterhin einfach nur dann einen Eintrag raushauen, wenn ich ein Buch zu ende gelesen habe, aber dann hätte ich an mich selbst auch den Anspruch, wirkliche Rezensionen zu verfassen, und das will ich nun wirklich nicht.

Aber auch wenn ich die Ruhe hier nicht mag, liebe ich den Grund dafür: Es gelingt mir bisher wirklich gut, mich mehr aufs Lesen und sogar aufs Schreiben zu konzentrieren. Ich habe in letzter Zeit nicht so viel geschrieben, dass ich damit schon zufrieden wäre, aber ich merke, dass es voran geht und das ist verdammt viel wert. Vielleicht habe ich damit auch einfach nur das Pensum, wieviel ich schreibe von hier auf andere Projekte verlagert. Möglich wäre es immerhin.

Jedenfalls merke ich die Ruhe, die hier eingekehrt ist, auch in mir selbst. Ich bilde mir ein, besser zu schlafen, generell fokussierter zu sein und einfach alles um mich herum besser wahrzunehmen – wenn ich es brauche. Wenn nicht, fällt es mir auch leichter, mich so sehr auf eine Sache zu konzentrieren, dass ich mein Umfeld sogar ein bisschen ausblenden kann. Das fällt mir ansonsten immer sehr schwer. Heute jedoch hat die Kollegin mir etwas erzählt und ich wusste danach nicht mehr, was sie gesagt hat. Das ist für mich wirklich schon außergewöhnlich!

So sehr ich das aber auch genieße, frage ich mich natürlich auch, ob das alles denn so gut ist, wie es scheint. Ich will nichts ausblenden, das mir wichtig ist und besonders die Liebste nicht irgendwie vernachlässigen. Da wäre ich dann doch lieber wieder aufgedreht und fahrig, wenn ich die Wahl hätte.

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Ein Gedanke zu „Ruhe kehrt ein

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