Was ich 2017 gelesen habe

Das Jahr geht zu Ende und mein bescheidenes Ziel, pro Monat mindestens ein Buch zu lesen, wurde auch dieses Jahr ohne größere Probleme erreicht. Die Reihenfolge stimmt nicht unbedingt, aber ich möchte zumindest kurz auflisten, welche Bücher ich in diesem Jahr gelesen habe.

Wie im Vorjahr hat Stephen King vieles von dem zu Papier gebracht, das ich mir vorgenommen habe, nämlich:

1.-3. SusannahDer Turm und Wind. Der Abschluss des Der-Dunkle-Turm-Zyklus hat ein verdammt gutes Finale für eine verdammt gute Story geliefert, auch wenn die Verfilmung nicht so der Renner war.

4. Stark – the dark halfAutor, der Opfer seiner eigenen Schöpfung wird, ist jetzt nicht unbedingt sonderlich originell, aber das Buch hat mich gut unterhalten. Der Film hat leider die üblichen Schwächen.

5. Friedhof der Kuscheltiere. Den Film hatte ich als Kind gesehen und in meiner Erinnerung war er einfach nur scheiß gruselig. Das Buch macht einem vielleicht heutzutage keine Angst mehr, aber ich kann verstehen, was damals vielleicht seine Wirkung ausgemacht hat.

6. Die Arena. Ich fand damals die Idee hinter der Serie Under the Dome ganz cool und war froh, dass die Vorlage mich besser fesseln konnte.

7. Das Leben und das Schreiben. Kings Autobiographie, gespickt mit allerlei Ratschlägen und Ansichten bezüglich des kreativen Schreibens, war erstaunlich gut zu lesen. Ob es vielleicht nur daran lag, dass ich King so mag, kann ich leider nicht ganz objektiv beurteilen.

8. Carrie. Wieder ein „Klassiker“ von Stephen King, der erste veröffentlichte Roman. In meinen Augen war der Erfolg gerechtfertigt, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

9. Dreamcatcher. Ein eher… spezielles Buch, absolut nicht, was ich erwartet hatte, aber ich konnte danach verstehen, wieso mir nie jemand die Verfilmung empfohlen hatte. Ein unterhaltsames und stellenweise spannendes Buch, aber bei weitem keines von Kings Meisterwerken.

10. Brennen muss Salem. Diese Vampirgeschichte hatte mich nie wirklich interessiert, erst durch die Geschichte um den Dunklen Turm, in der ein Überlebender von seinen Erlebnissen in Salem’s Lot erzählte, kam der Entschluss auch dieses Buch mal zu lesen. Wirklich bereut habe ich es nicht.

11. Langoliers. Und noch eine Geschichte, von der ich bisher nur die Verfilmung kannte, bzw. zwei. Neben Langoliers findet man in diesem Buch nämlich auch noch Das heimliche Fenster, der heimliche Garten. Beide Geschichten sind super und während Langoliers in der Verfilmung sehr nah am Buch ist, erzählt der Film Das geheime Fenster eine etwas andere Geschichte als seine Vorlage, aber dennoch eine sehr gute.

Ebenfalls Klassiker der Horrorliteratur – vielleicht nicht mit demselben Unterhaltungswert für moderne Leser, aber mit einem höheren literaturhistorischen Stellenwert – lieferte H. P. Lovecraft. Was seine Werke angeht, muss ich zugeben, mich eigentlich nur für den Cthulhu-Mythos interessiert zu haben, also habe ich folgende Bücher gelesen:

12.-13. Chronik des Cthulhu-Mythos I + II. Diese zwei Sammelbände haben mir endlich die Grundlage für das geliefert, was ich aus verschiedensten Spielen, Serien, etc. kannte, besonders die Geschichten Der Ruf des Cthulhu, Das Grauen von Dunwich, Berge des Wahnsinns und Schatten über Innsmouth kann ich nur empfehlen. Auch absolut grandios war Der Fall Charles Dexter Ward.

14. Cthulhu-Geistergeschichten. Wieder ein Sammelband, der sich inhaltlich sehr mit der Chronik des Cthulhu-Mythos deckt. Die mir unbekannten Geschichten waren gut, aber nicht so lohnenswert wie die bereits genannten Geschichten.

Ein weiterer Autor, dessen Bücher mir so gut gefallen haben, dass ich gleich mehrere von ihnen gelesen habe, war in diesem Jahr Neil Gaiman.

15. American Gods. Der Trailer zur Serie brachte mich auf dieses Buch und auch wenn die sehr gut sein soll (ich habe sie noch nicht geschaut), bin ich sicher, dass sie nicht an das Buch heranreichen wird. Bereits im Trailer wurde für mich klar, dass Protagonist Shadow es mit Göttern oder zumindest übermenschlichen Wesen zu tun hat. Im Buch wird sehr lange die Möglichkeit offen gehalten, dass das alles nur Einbildung / Zufall / whatever ist und das hat mir sehr sehr gut gefallen.

16. Anansi Boys. Wieder wird das Leben der Götter, beziehungsweise hier ihrer Kinder thematisiert. Eine Erweiterung der Welt, die mit American Gods geschaffen wurde, die aber auch ohne den Vorgänger zu kennen gut funktionieren kann.

17. Coraline. Erst als ich anfing andere Bücher von Neil Gaiman zu lesen, erfuhr ich, dass er die Vorlage zu dem wirklich schönen Film Coraline geschrieben hat – und dass es sich dabei überhaupt um eine Buchverfilmung handelte xD

18. Das Graveyard Buch. Ein Junge, der auf einem Friedhof aufwächst, von Geistern und einem Vampir erzogen und von einem durchgeknallten Kult gejagt wird? Klar, wieso nicht. Das Lesen hat jedenfalls Spaß gemacht.

Wie im Vorjahr habe ich auch wieder eine Shannara-Trilogie von Terry Brooks gelesen und zwar Die Elfensteine von Shannara:

19.-21. Die Elfensteine von Shannara, Der Druide von Shannara und Die Dämonen von Shannara. Die zweite Trilogie und die Grundlage für die erste Staffel der Serie ist schon weniger ein Abklatsch von Der Herr der Ringe, aber hat noch einen starken Tolkien’schen Einfluss. Im nächsten Jahr lese ich die dritte Trilogie, mal sehen, wie es da dann aussieht.

Die restlichen Bücher, die ich gelesen habe, habe ich mir kreuz und quer rausgepickt, deshalb sind sie alle von verschiedenen Autoren.

22. Ready Player One von Ernest Cline. 80er, Videospiele, Filme, Serien. Ein Buch von einem Nerd für Nerds. Ich freue mich schon auf den Film im nächsten Jahr.

23. Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers. Eine schöne und phantasievolle Geschichte, die für meinen Geschmack etwas zu lange braucht, um in Fahrt zu kommen und stellenweise sehr gezwungen wirkt.

24. Als ich in meinem Alter war von Torsten Sträter. Eine Textsammlung von einem Poetry Slammer und Fernsehkasper, muss man mögen. Ersteres mag ich. Letzteres nicht so.

25. Flowertown von S. G. Redling. Eine auf ein kleines Gebiet beschränkte Dystopie und die üblichen Verschwörungen, die eine solche Geschichte erst erzählenswert machen. Und das einzige Buch, das ich in diesem Jahr auf Englisch gelesen habe.

26. Die Bibel nach Biff von Christopher Moore. Spaß und Religion, ohne den Spaß auf Kosten der Religion gehen zu lassen. Ein Kunststück, das hier sehr gut gelungen ist.

27. Clockwork Orange von Anthony Burgees. Hey, hier kommt Alex. Vorhang auf und so weiter… Ein kurzes, aber heftiges Buch mit einem tollen letzten Kapitel.

Das war es dann also. 27 Bücher. Im Urlaub zum Jahresende habe ich kein weiteres Buch mehr gelesen, sondern eher schon einmal welche für das kommende Jahr rausgesucht. Aber nach einer solchen Wall of Text kann ich ja die, die bis hierher durchgehalten haben, nicht ohne Empfehlungen gehen lassen: Ready Player One, American Gods, Die Arena und Die Bibel nach Biff haben mir 2017 wohl am besten gefallen. Als ich in meinem Alter war, Dreamcatcher und Die Stadt der träumenden Bücher würde ich nicht unbedingt empfehlen, letzteres aber nur wegen der langweiligen ersten Hälfte, danach ist es super.

So, und jetzt habt noch ein schönes Rest-Jahr. Man liest sich.

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