Immer noch die Namen

Nach über einem Jahr habe ich den Stolperstein Namensgebung immer noch nicht vollständig aus dem Weg geräumt. Dabei sehe ich da eines meiner Hauptprobleme. Die Geschichte an sich steht, einzelne Kapitel und Szenen plane ich durch Kurzzusammenfassungen und formuliere sie dann aus. Das was mich wirklich immer bremst, sind die Namen. Heute habe ich mir vorgenommen, das zu ändern.

Im Laufe der Zeit habe ich mehrere Versuche unternommen, Orts- und Charakterbeschreibungen zu verfassen, zwei dieser Versuche habe ich sogar noch, eine Excel-Tabelle und ein Abschnitt in einem kleinen Notizbuch. Beide haben ihre Vor- und Nachteile für meine Denk- und Arbeitsweise. Die Tabelle gibt einen klaren Rahmen vor mit Dingen, die ausgefüllt werden sollten, um den Charakter so glaubwürdig wie möglich zu machen. Gleichzeitig fühle ich mich dadurch eingezwängt. In meinem Notizbuch hingegen habe ich jede Freiheit, die ich will, eben auch die, einzelne „kleine“ Charaktere komplett auszusparen, was ich auch getan habe. Und was dort geschrieben ist, ist geschrieben. Klar mache ich mir Anmerkungen mit Bleistift, doch Dinge bei denen ich mir sicher bin, werden mit Kugelschreiber geschrieben. Und Dinge, bei denen ich mich nach einem Jahr frage, wieso ich mir da jemals sicher war, sind nicht so leicht zu ändern. Klar, das ist nur ein Problem, weil ich viel zu lange für das Buch brauche, aber man muss eben mit dem arbeiten, was man hat.

Jedenfalls habe ich mir heute vorgenommen, diese Liste wieder neu zu erstellen und dabei auch einige Charaktere und vor allem Orte umzubenennen. Letzteres habe ich – zumindest in der neuen Liste schon getan und werde auch in der Geschichte die Namen noch ändern. Beim kurzen Durchsehen und Suchen nach Charakteren, die ich vielleicht vergessen haben könnte, sind mir eben auch schon kleinere Fehler aufgefallen, die ich gleich korrigieren konnte.

Natürlich steht immer noch nicht fest, ob in der abschließenden Fassung nicht doch nochmal etwas geändert wird, doch an die denke ich noch gar nicht. Ich werde jetzt zunächst an dieser neuen Liste mit den Orten und Charakteren arbeiten, danach vielleicht an einer Zeittafel und dann mal sehen, wie es weitergeht. Die Kapitel und die einzelnen Szenen im Voraus zu planen, funktioniert jedenfalls ganz gut und das will ich auch so beibehalten. Der erste große Teil der Geschichte (nach dem Prolog) neigt sich auch langsam seinem Ende zu und auch wenn ich mich über Tage wie heute, an denen ich das Gefühl habe, wirklich weiterkommen zu können, habe ich Angst vor dem Tag, an dem ich den ersten Teil beende. Dann nämlich kriegt die Liebste das Ganze zu sehen und darf ihre Kritik loswerden. Aber zum Glück ist es bis dahin noch laaaange hin.

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Ein Gedanke zu „Immer noch die Namen

  1. Hallo du,
    ich kenne das Problem mit den Namen auch nur zu gut. Manchmal frage ich mich, wie ich vor einem halben Jahr noch der Meinung sein konnte, dass dieser wirklich passend wäre – und nicht einfach nur lächerlich ist! Aber zumindest haben alle meine Charaktere stets einen Namen. Im Gegensatz zu meinen Orten. Die sind noch vollständig unbenannt, heißen in meinen Notizen schlicht Stadt, See, Viertel, Schule… Und ich habe keine Idee, wie ich da mal auf kreative Einfälle kommen soll…
    In Verzweiflung, Alex

    Gefällt 1 Person

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