Saarcon 2017

An diesem Wochenende findet an der Saarbrücker Uni die Saarcon statt. Wir hatten davon noch nie gehört, fanden es dann aber doch ganz interessant und sind gestern Abend hingefahren.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass das ganze Event kleiner war, als ich gedacht hätte, worüber ich aber auch ganz froh war, wenn ich ehrlich sein soll. Die großen Tabletop-Runden waren wohl schon gelaufen, als wir ankamen und so war die Halle auch ziemlich überschaubar. In den Bereichen, in denen man Spiele und ähnliches kaufen konnte, sind wir (leider? zum Glück?) nicht fündig geworden und auch die Tombola meinte es nicht so gut mit uns (aber immerhin hat die Liebste drei Preise abgesahnt, während ich grundsätzlich leer ausging).

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Als dann noch eine Freundin von uns ankam, haben wir uns an ein kleines Highlight (für mich jedenfalls) gemacht: Die Spielelagune Saar e.V. war vor Ort und hat Spiele verliehen. Eine super Gelegenheit, sich die Zeit zu vertreiben oder ein Spiel auszuprobieren, dass man sich vielleicht selbst zulegen will. So war es dann auch bei uns und ‚5 Minute Dungeon‘, ein ziemlich hektisches, kooperatives Kartenspiel, das zu dritt schon in ein kleines Chaos ausartete. Am Ende einer Runde sah der Tisch dann auch dementsprechend aus, aber das muss wohl so sein.

Später, als wir dann zu viert waren, haben wir noch ‚Magic Maze‘ ausprobiert. Ebenfalls kooperativ, ebenfalls hektisch. Alle Spieler teilen sich vier Figuren, dürfen sie jeweils nur in eine Richtung bewegen und sich dabei noch nicht einmal irgendwie beraten. War auch irgendwie spaßig, aber nicht so cool wie das erste Spiel, fand ich.

Wir sind auch rund gegangen und haben uns andere Spiele angesehen, besonders ein aktuelles Kickstarter-Projekt und ein ziemlich minimalistisches Rollenspiel hatten es mir angetan, aber der Hauptgrund, aus dem wir eigentlich da waren, kam erst um Mitternacht: ‚Die Werwölfe von Düsterwald‘. Wer es nicht kennt (ganz grob): Alle Spieler sind Dorfbewohner, aber einige sind Werwölfe. Nachts ermorden die jemanden und tagsüber gibt es Diskussionen, Anklage und Hinrichtung. Die Fraktion, die am Ende übrig bleibt, gewinnt.

Wir waren am Anfang fast 40 Leute und so hat die Runde relativ lang gedauert. Als um 03:30 Uhr mit der Liebsten der letzte Werwolf starb, war es vorbei und das elende Pack, das mich unbescholtenen Bürger ja unbedingt am Strick sehen wollte, hatte das Spiel gewonnen. 2017-10-22-10-56-17.jpg

Zum Spielende war der Kreis noch weiter geschrumpft und noch etwa ein dutzend Leute am Leben, also hatte die Liebste ihre Sache fürs erste Mal verdammt gut gemacht, vor allem wenn man bedenkt, dass ihr Tod eigentlich nur Kollateralschaden war.

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Die Halle war danach tatsächlich fast wie ausgestorben, aber einige sind bestimmt noch geblieben und haben noch eine weitere Runde gespielt, nur eben ohne den absolut grandiosen Spielleiter. Für uns war es allerdings langsam wirklich Zeit, den Heimweg anzutreten. Als wir dann gegen halb fünf ins Bett kamen, war uns schon klar, dass es eine verflucht kurze Nacht werden würde und dementsprechend erledigt sind wir jetzt auch beide.

Aber es hat sich gelohnt und wenn wir daran denken, werden wir sicher auch im nächsten Jahr nochmal dabei sein. Auch wenn wir von den meisten Dingen, die in Richtung Tabletop oder Pen & Paper gehen, keine Ahnung haben, hatten wir sehr viel Spaß und das für kleines Geld (3€ Eintritt pro Person). Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

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5 Gedanken zu „Saarcon 2017

  1. Das ist ja mal ne coole Sache! Ich liebe „Werfölfe“. Ich musste das immer mit den Kindern in der Freizeit spielen und irgendwann saßen dann nur noch die Betreuer zusammen und haben das bis tief in die Nacht gespielt. Habt ihr wirklich nur mit normalen Dorfbewohnern/ Wehrwölfen gespielt oder auch mit den Sonderkarten wie „Beschützer“, „Hexe“, „Seherin“ und was es da nicht alles gibt? Bei so einer Gruppe hätte es sich ja immerhin gelohnt :)

    Liebe Grüße!

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    1. Ja, es war wirklich sehr sehr spaßig. Bisher hatte ich das nur in ner Onlinevariante in nem Chat gespielt.
      Wir hatten Seherin, Amor, Jäger, Hexe und Jungfrau als Zusatzrollen. So starb dann auch der letzte Werwolf, weil der von Amor bestimmte Geliebte ermordet wurde, was echt bitter war.

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