Schreiben über das Schreiben über das Nicht-Schreiben

Ich sitze im Büro und führe Tagebuch. Mehr als eine Seite schreibe ich dafür, dass ich in letzter Zeit bzw. in den letzten Monaten nicht mehr schreibe. Und nun schreibe ich einen Blogeintrag darüber, dass ich einen Tagebucheintrag darüber schreibe, dass ich sonst nichts mehr schreibe.

Kurze oder ganz kurze Texte, die bereits geplanten oder komplett neue Szenen und Kapitel meines Romans oder auch etwas ganz neues, in diese Richtung passiert einfach nichts mehr. Und darüber schreibe ich. Auch darüber, dass ich mich mit eben diesen Gedanken und ihrer Ausformulierung entweder in Tinte oder Tasten („Tinte oder Tasten“, das gefällt mir irgendwie. Bei Gelegenheit muss ich daraus was machen) nur nochmal vor dem Schreiben drücke.  Auf der einen Seite bin ich davon überzeugt, dass man kreative Prozesse nicht erzwingen sollte, andererseits bin ich da wohl etwas zu streng, aus Angst vor einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis.

Ich habe keine festen Tage oder Zeiten, zu denen ich schreibe, weil ich mir selbst einrede, dass das der falsche Weg ist und dabei vollkommen ignoriere, dass ich in diesen Zeiten ja nicht schreiben muss. Es geht in erster Linie um eine passende Ausgangssituation. Sitzen statt liegen, an einem Tisch statt auf der Couch, leise Musik statt eines Films. Kleine aber entscheidende Unterschiede zum normalen bzw. gewohnten Ablauf meiner Freizeit. Ich könnte dasitzen, mir Gedanken machen, vielleicht die ein oder anderen Notizen und nach drei Stunden vielleicht einen Satz geschrieben haben, aber damit wäre ich schon einen Satz weiter als noch vor drei Monaten.

Und es gibt wirklich keinen Grund, weshalb ich das nicht zumindest in nächster Zeit mal genau so in Angriff nehmen sollte. Wieso nicht gleich heute? Da gibt es tatsächlich zwei kleine Hindernisse: Ich schreibe nicht mit professioneller Software für Autoren, sondern nutze ein ganz gewöhnliches Office. Da ich gewöhnt an und verwöhnt von MS Office bin, brauche ich da dringend mal eine aktuelle Version (auf meinen Rechnern läuft noch 2007). Und mein zweiter Grund, zu zögern, ist mein Laptop. Ich nutze eigentlich nur noch den, die Arbeit mit Laptops ist mir irgendwie lieber. Nur hat er sich angewöhnt, zu vollkommen zufälligen Zeitpunkten komplett abzustürzen und ich finde einfach nicht heraus, wieso. Das würde ich allerdings gerne gezielt verhindern können, weil es einfach nur nervt. Aber eigentlich ist auch das nur wieder eine halbgare Ausrede.

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