Liebes Tagebuch…

Oh Gott, vor wie vielen Jahrzehnten wurde eigentlich der letzte Film gedreht, in dem jemand allen Ernstes so einen Tagebucheintrag begonnen hat?

Ich wollte seit meiner Teenagerzeit immer mal wieder ein Tagebuch führen, hauptsächlich weil ich damals schon Probleme mit meinem Gedächtnis hatte. Doch ich war ein Langweiler und in meinem Leben passierte nie was, also bleiben sinnvolle Einträge eher eine Seltenheit. Ich unternahm zwei oder drei solcher Versuche, ein Tagebuch zu führen und gab schließlich auf.

Trotzdem hatte ich immer was zu schreiben dabei, um plötzliche Ideen für Geschichten und Texte festhalten zu können. 2014 begann ich dann, mein damaliges Notizbuch immer mehr dafür zu nutzen, meine Erlebnisse festzuhalten und mein nächstes Notizbuch wurde ein reines Tagebuch. Nun trage ich immer zwei Notizbücher mit mir rum: Mein Tagebuch und ein Buch, das meine Liebste für mich gebunden hat (wer sich selbst mit der Thematik beschäftigt, kennt ihr Blog vielleicht, ansonsten sei er Interessierten wärmstens empfohlen), in dem ich meine Texte festhalte. Extra für das zweite Buch habe ich mir auch nach Jahren nochmal einen Füller angeschafft, während ich in mein Tagebuch mit Bleistift schreibe.

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Ich sitze allerdings nicht jeden Abend zuhause und schreibe all meine Erlebnisse des Tages nieder, das wäre mir zu anstrengend. Ich schreibe, wenn ich das Gefühl habe, etwas aufschreiben zu müssen und ich gehe auch nicht immer so sehr ins Detail, wie ich könnte. Manchmal schreibe ich fünfmal in einer Woche, manchmal nur zweimal, aber ich bleibe am Ball. Das ist wichtig, da ich zugeben muss, sonst jemand zu sein, der gerne schnell aufgibt. Doch ein Notizbuch immer weiter zu füllen, zu sehen, wie es mehr und mehr zu etwas wird, das man selbst geschaffen hat, ist unheimlich befriedigend. Vermutlich ist das der Grund, weshalb ich so (mehr oder weniger) eisern dran bleibe.

Ohne Linien kann ich übrigens nicht gerade schreiben, das konnte ich noch nie. Deshalb habe ich mir für mein zweites Notizbuch extra eine Art Schablone angefertigt, die ich hinter die aktuelle Seite legen kann. Diese Blätter haben sicher einen richtigen Namen, ich weiß ihn allerdings nicht. Bei meinem Tagebuch achte ich darauf, dass es kariert ist, zum einen weil ich das optisch ansprechender finde, als eine reine Linierung und zum anderen, weil ich gerne kleine schreibe und diese 5mm hohen Kästchen ganz gut zu meiner Schrift passen.

Führt ihr Tagebuch? Und wenn ja, in welcher Form? Wie muss das optimale Tagebuch für euch sein? Und ganz wichtig: Was, wenn jemand euer Tagebuch lesen würde? Schreibt es in die Kommentare, nur keine Scheu.

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