Teil drei? Check.

Genau anderthalb Monate später als ursprünglich geplant habe ich gestern endlich Kapitel 29 und damit auch den dritten Teil meiner Geschichte abgeschlossen. Ich habe auch endlich die 100.000-Wörter-Grenze geknackt, juhu xD. Heute habe ich dann ein wenig an der Formatierung gearbeitet. Statt einer klaren Unterteilung in Kapitel und Szenen, die jeweils auf einer neuen Seite beginnen, habe ich nun etwas größere Absätze als optische Trenner zwischen den Szenen (außer im Prolog und später wohl auch im Epilog). Über das gesamte Dokument hinweg hat diese Änderung immerhin 24 Seiten eingespart, was nicht gerade wenig ist. Jetzt bin ich noch bei 457 Seiten.

Und wie geht es weiter? Nun ja, von dem was ich geplant habe, bin ich quasi genau bei der Hälfte. Prolog und die ersten drei Teile der Handlung stehen, Teil vier bis sechs und der Epilog fehlen noch. Teil vier wird als nächstes grob geplant und dann ausformuliert. Ich bin gespannt, wie lange das dauern wird. Teil drei hat mich ziemlich genau ein halbes Jahr gekostet, allerdings wieder einmal mit Wochen voller Nichtstun. Wenn ich die unproduktiven Phasen kürzen (vom vollständigen Streichen will ich nicht einmal träumen) könnte, wäre schon viel gewonnen.

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Kapitel 28 (2)

Das Kapitel, das mich vor zwei Tagen noch vor mittelgroße Probleme stellte, ist nun endlich abgeschlossen. Die nötigen Änderungen am geplanten Ablauf waren in meinem Kopf recht schnell vorgenommen, nur mit dem Schreiben dauerte es dann ein wenig. Nochmal ein Buch zu lesen, in dem es um einen Schriftsteller geht, hilft mir aber tatsächlich, etwas disziplinierter zu sein. Zumindest bilde ich mir das ein.

Die Änderungen sind also jetzt eingebaut und das Ende des Kapitels so gewählt, dass ich beim Wiedereinstieg in diese spezielle Storyline sehr frei agieren kann. Ich muss nur dafür sorgen, dass ich meine grundlegende Idee bis dahin nicht vergessen habe. Heißt also: Kapitel 29 möglichst bald schreiben und dann den vierten Teil der Geschichte planen, bevor alles in meinem Verstand verloren geht.

Dieses vorläufige Ende zu schreiben fühlte sich wirklich gut an. Die ganzen Kapitel und Szenen, all diese Seiten sind bisher zwar nur etwa die Hälfte eines ersten Entwurfs, aber sie geben mir dennoch ein gutes Gefühl. Ein »Das habe ICH geschafft«-Gefühl. Dass da auch dieses »Es dauert viel zu lange« und das »Du bist noch lange nicht fertig« irgendwo im Emotionsspektrum herummarodieren und mit Alarm schlagen, lassen wir jetzt im Moment einfach mal außer Acht. Jetzt, genau jetzt, erlaube ich mir einfach mal zufrieden mit mir und meinem »Werk« zu sein Für mindestens zwei Stunden xD. Das gönne ich mir viel zu selten.

Mister Aufziehvogel

Puh, das hat gedauert. Die drei Wochen, die ich mit Mister Aufziehvogel verbracht habe, kamen mir unendlich lang vor. Nicht, weil sich die Geschichte so in die Länge gezogen oder mich sogar gelangweilt hätte, ganz und gar nicht. Eigentlich kann ich gar nicht erklären, wieso mir die Zeit so lange vorkam. Vermutlich liegt es einfach daran, dass ich in letzter Zeit kein so dickes Buch gelesen hatte. Aber worum geht es eigentlich?

Toru Okada hat seinen Job gekündigt und kümmert sich um den Haushalt und die Suche nach seinem Vermissten Kater, während seine Frau weiter arbeiten geht. Ein Ausgangspunkt, von dem aus man alle Arten von Geschichten erzählen könnte und Haruki Murakami begnügt sich wieder einmal nicht damit, bloß eine davon zu erzählen. Herr Okadas Frau verlässt ihn nicht einfach, sie verschwindet regelrecht, und dennoch hat der Protagonist ein paar Frauen zu viel in seinem Leben, was ihm ausgerechnet von einem jungen Mädchen klargemacht wird. Dieses Mädchen, May Kasahara, gibt ihm auch seinen Spitznamen Mister Aufziehvogel.

Leicht abgedrehte Frauen, glatzköpfige Männer, Weissagungen, Briefe, tiefe Brunnen, Kriegsgeschichten und ein Baseballschläger. Mit diesen Mitteln lassen sich einige Geschichten erzählen, die schließlich alle Toru Okada auf seinem Weg durch verschiedene Labyrinthe begleiten. Mir hat das alles sehr gut gefallen, besonders May Kasahara als Charakter und das Bild des Aufziehvogels fand ich einfach super. Auch eine Figur, die ich schon in 1Q84 hassen gelernt habe, konnte ich hier bereits anhand der Beschreibung erkennen und dass die Geschichten zumindest leicht zusammenzuhängen scheinen, gefällt mir auch.

Insgesamt ist Mister Aufziehvogel für mich ein sehr gutes Buch, auch wenn ich es nicht als Einstieg für »Murakami-Neulinge« empfehlen würde. Da greift man wirklich besser zu etwas Kürzerem. Auch merkt man dem Buch leider die Übersetzung aus dem Englischen an, wenn man im Vergleich dazu einige der Geschichten gelesen hat, die direkt aus dem Japanischen übersetzt wurden.

Kapitel 28

Von der Idee über die Planung bis hin zur Änderung.

Die Idee war eigentlich ganz simpel, eine kleine Überleitung zu dem, was im nächsten Teil der Geschichte mit eben diesem Charakter geschehen soll. In der Planung kamen dann zwei kurze Szenen heraus. Das folgende Kapitel wird in etwa denselben Umfang haben und dann wird der dritte Teil abgeschlossen sein. Dann wird sowieso die Formatierung geändert und die harte Unterteilung in Szenen gestrichen. Einzelne Szenen können also ruhig etwas kürzer geraten. Alles was beim Schreiben gekürzt wird, muss beim Korrigieren (vielleicht) nicht mehr gekürzt werden.

Ich fange also an und schreibe die erste Seite. Eine Seite, vielleicht noch ein paar Seiten mehr, dann ist Schluss. Wie immer. Eine Idee, wie es weitergeht, ist da, aber irgendwas blockiert. Eine Stunde später kann es dann weitergehen. Insgesamt sind es nun zwei Seiten, die Einleitung in dieses Kapitel, das ich schon vor Monaten geplant habe. Und genau dieser Plan geht mir jetzt durch den Kopf und wirkt irgendwie blöd. Der Anfang ist in Ordnung und die Grundidee eigentlich auch, doch das Ende, zu dem die Kombination führt, scheint – selbst bevor ich es geschrieben habe – unbefriedigend. Da muss also eine Änderung her.

Jetzt heißt es: Genau überlegen, wie im nächsten Teil der Einstieg in diese Charakter-Storyline aussehen soll und mit welchem Tempo die wahre Bestimmung der Figur aufgedeckt werden soll. Das wird dann die Basis für die Überlegung sein, wo dieses 28. Kapitel enden soll. Die Zeit, die innerhalb der Geschichte zwischen diesen beiden Punkten vergeht, muss – in Bezug auf diese Figur – genau richtig bemessen sein und es muss gerade wenig genug passieren, dass im ersten Drittel des nächsten Auftritts ein kleiner Rückblick genügt, um die Brücke zu schlagen. So sieht zumindest jetzt gerade der Plan aus. Wenn ich dann Kapitel 28 mal im Kopf geändert und dann zu Papier gebracht habe (ich schreibe nicht handschriftlich an meinem Manuskript, aber diese Formulierung ist doch so viel schöner als »abgetippt«, oder?), wird nochmal zu viel Zeit vergehen, bevor es mit dieser Figur weitergeht und dann kann alles schon wieder anders aussehen. Genau deshalb sollte zumindest das letzte Kapitel, das einer Figur im jeweiligen Abschnitt der Geschichte gewidmet ist, ein gutes Ende besitzen, mit dem ich sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen des nächsten Kapitels – und sei es noch so weit entfernt – gut zurecht komme.

Mein erstes Mal…

…war sehr heiß, sehr feucht und nicht so lange wie ich es gedacht hätte.

Aber dafür habe ich nach über einem Jahr in unserem Zuhause endlich mal ein Bad genommen. Krank fühle ich mich immer noch, doch ich bilde mir ein, dass ich mich trotzdem irgendwie besser fühle.

Fortbildung mit Aussicht (1)

Gestern war ich zum ersten Tag einer Fortbildung in Saarbrücken. Aus den Sitzungssälen der IHK heraus hat man einen wirklich schönen Ausblick, doch zum Glück waren die behandelten Themen interessant genug, dass ich mich davon nicht habe ablenken lassen.

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Der Blick über die Saar auf’s Staatstheater war trotz des Wetters echt schön.

Elternzeit, Elterngeld, Mutterschutz, und und und sind jetzt nicht unbedingt die spannendsten Themen überhaupt, doch wenn man sich noch nie damit befasst hat, ist das alles doch schon ziemlich interessant. Bevor jemand fragt: Es geht mir dabei nicht unbedingt um eine akute Notwendigkeit, vielmehr versuche ich, mich über diese Fortbildung beruflich neu zu positionieren (dazu aber nach dem zweiten Termin mehr).

Die Gruppe war ganz lustig, logischerweise größtenteils Personaler (und Eltern), also Leute, die schon viel mehr Erfahrung mitbrachten, als ich. Davon – genauer gesagt von den Praxisbeispielen – konnte ich aber nur profitieren, da so Fragen gestellt wurden, die mir so spontan nicht eingefallen wären. Es war auch alles andere als langweilig, was bei einer ganztägigen Veranstaltung wirklich Gold wert ist. In zwei Wochen steht der zweite Termin an, da geht es hoffentlich ebenso kurzweilig und lehrreich weiter.

Übersetzungsfehler

Während der Kaffee vor mir auf dem Tisch langsam erkaltet, sitze ich stumm da und betrachte dich mit treudoofem Gesichtsausdruck. Dein Anblick ist keiner, der die Welt stillstehen lässt. Die Welt ist nun mal die Welt und tut, was sie eben tut. Sie kümmert sich nicht darum, wie treudoofe Trottel Frauen anschmachten.

Doch du kümmerst dich, siehst meinen Blick und lächelst. Und all das, was dein Anblick in der Welt nicht zum Stillstand bringt, versetzt dein Lächeln in mir in Bewegung. Gefühle, Erinnerungen, Wünsche, Hoffnungen, all das ist in mir auf Hochtouren, will ausbrechen und in diese Welt hinausgerufen werden, die so furchtbar ignorant ist und sich nicht kümmert.

Dann würde sie stillstehen, dich sehen und mir zustimmen. So monumental ist all das in mir, dass die ganze Welt dich mit treudoofem Blick betrachten würde. Doch so oft ich etwas sage, dringt aus meinem Inneren nur ein »Ich liebe Dich«.

Abendessen und Kappensitzung

Nach den zwei freien Tagen begann das Wochenende am Freitagabend mit einem gemeinsamen Abendessen mit meinen Kollegen inklusive Chef, diesmal in Saarbrücken. Wie im vergangenen Jahr war die ganze Veranstaltung echt angenehm. Die Ganze Veranstaltung? Nein, ein kleiner blinder Fleck versucht sich da in meinem Gedächtnis breit zu machen und die Karnevalsnummer zweier Kolleginnen vergessen zu machen. Ohne Erfolg bisher… Aber hey, das Essen war gut und die Unterhaltungen an unserem Tisch der zu spät Gekommenen (unsere Fahrerin hat sich noch ein wenig verfahren) waren auch sehr nett. Insgesamt kam ich sogar noch eine Stunde später nach Hause, als ich eigentlich gedacht hatte, was wohl auch für einen schönen Abend spricht.

Beim Essen im nächsten Jahr kann es schon sein, dass meine Kollegin und ich nicht mehr zum Team gehören, aber das wollen wir einfach nicht hoffen.

Neuigkeiten. Nicht wirklich.

Das Wochenende steht vor der Tür. Ich habe jetzt zwar doch noch weiterhin einen Job (knappe zwei Wochen vor Vertragsende kam endlich der neue Vertrag), aber das lange Wochenende muss einfach mal sein. Eigentlich wäre ich gestern schon urlaubsreif gewesen, als es mir morgens so mies ging, dass es wirklich dumm war, zur Arbeit zu fahren. Aber ich wollte eben die Kollegin beim Außentermin nicht alleine lassen. Generell bin ich oft noch nicht so klug, in solchen Fällen auf die Signale meines Körpers (oder der Liebsten, oder der Kollegin…) zu hören. Aber immerhin schon viel öfter als früher noch. Je älter man wird, desto mehr stellt sich das ein, denke ich. Entweder das, oder man macht sich langsam aber sich kaputt , wie mein Vater.

Jedenfalls habe ich die nächsten Tage frei und ich hoffe, abgesehen von Hausarbeit und Wocheneinkauf zumindest ein paar Dinge erledigen zu können, die ich für sinnvoll erachte. Schreiben, lesen, aufräumen, ausmisten, irgendetwas. Natürlich möchte ich die Zeit auch nutzen, um auf der Couch zu sitzen und zu zocken oder Serien zu schauen, das versuche ich gar nicht erst zu leugnen, aber ein gutes Gleichgewicht wäre wünschenswert.

Glass

Die Liebste und ich waren gestern nochmal im Kino. Schon seit dem Ende von Split stand für mich fest, dass ich auch den nächsten Teil sehen will, und gestern war es dann soweit.

Glass war nicht ganz, was ich erwartet hatte, aber das ist bei Filmen von Herrn Shamalamadingdong ja eigentlich schon die Regel. Der Trailer hat ja schon grob verraten, was einen erwartet: David Dunn und Elijah Price aus Unbreakable sowie Kevin Wendell Crumb aus Split landen irgendwie gemeinsam in einer psychiatrischen Klinik, wo man sie davon zu überzeugen versucht, dass sie sich ihre besonderen Fähigkeiten vielleicht doch nur eingebildet haben bzw. dass sich alles ganz rational erklären lässt. Dieser Job fällt Dr. Ellie Staple zu, gespielt von Sarah Paulson, die ich schon in American Horror Story sehr mochte. Der M. Night Shyamalan-typische Twist war in Glass nicht unbedingt so graviernd wie in Split (oder damals in The sixth Sense), aber er passte sehr gut und verschaffte dem Film ein – in meinen Augen – gutes Ende.

Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen, besonders das Ende. Auch dass die Bezugspersonen der drei Hauptcharaktere nochmal vorkamen, fand ich gut. Die anderen im Kino wussten scheinbar nicht so ganz, was sie vom Film halten sollten, doch ich für meinen Teil war sehr gut unterhalten, auch wenn diese Art Film meiner Meinung nach keinen Kinosaal braucht, um richtig zu wirken.